Was die Schufa speichert

veröffentlicht am 23.06.2011


Nicht immer leuchtet auf den ersten Blick ein, welche Daten bei der Kreditsicherungsorganisation Schufa über einen Verbraucher gespeichert sein können. Angaben über Mobiltelefonverträge finden sich ebenso wie zum Beispiel über eine Aktivität beim Online-Auktionshaus eBay.

 

Kommentare: 0

 

Wiesbaden - Nicht immer leuchtet auf den ersten Blick ein, welche Daten bei der Kreditsicherungsorganisation Schufa über einen Verbraucher gespeichert sein können. Angaben über Mobiltelefonverträge finden sich ebenso wie zum Beispiel über eine Aktivität beim Online-Auktionshaus eBay.


Die Erklärung: Mobilfunkverträge sind auch Kredite, da der Kunde das teure Handy sofort mitnehmen und nutzen kann, die erste Rechnung aber meist erst später eintrifft. Und eBay nutzt die Datenbestände der Schufa über 66 Millionen Menschen in Deutschland zur Identitätsprüfung.


Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung in Wiesbaden wird von den Banken und der kreditgebenden Wirtschaft betrieben. Zugriff auf die bei ihr gespeicherten Kreditinformationen haben etwa 6.000 Vertragspartner.


Festgehalten werden neben Name, Geburtsdatum, aktueller Anschrift und früheren Adressen alle Daten, die im weiteren Sinn mit Krediten zu tun haben. Das sind unter anderem Angaben über Bankkonten, Kreditkarten, Handyverträge, alle Ratenzahlungsgeschäfte, Versandhandelsgeschäfte, Leasingverträge, Kredite im eigentlichen Sinn und Bürgschaften. Teilweise werden die Daten noch einige Jahre über den Zeitpunkt der Abzahlung eines Kredits hinaus vorgehalten.


Nicht erfasst sind bei der Schufa Einkommen, Kontostände oder Vermögensverhältnisse. Auch Familienstand und Arbeitgeber sind für die Schufa tabu. Die Kreditsicherer betonen, dass zu mehr als 90 Prozent der Personen nur positive Informationen gespeichert sind und dafür sorgen, dass Verbraucher problemlos im Versandhandel auf Rechnung bestellen können und auch sonst "kreditwürdig" dastehen.


Aber das bedeutet im Umkehrschluss: Über 6,6 Millionen Menschen in Deutschland gibt es bei der Schufa Negativeinträge. Wenn die Rückzahlung eines Kredits ins Stocken gerät, Handyrechnungen nicht bezahlt werden, die Kreditkarte eingezogen wird oder die Bank das Konto kündigt - all das wird von der Schufa registriert und wird den nächsten Kredit mindestens teurer machen. Und auch Vollstreckungsmaßnahmen wie Pfändung, eine Verbraucherinsolvenz oder auch deren Abweisung registriert die Schufa.  (© AP)



Schreiben Sie ein Kommentar! 

Kommentar zum Thema "Was die Schufa speichert"

  Max. 25 Zeichen
 
 
 
  Sicherheitscode

Nur Kleinbuchstaben und Zahlen

 
 

 

Twitter