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Holländischer Lkw gerät auf Ostsee-Fährschiff in Brand

veröffentlicht am 23.06.2011


Vor der deutschen Ostseeinsel Fehmarn ist es gut acht Monate nach dem verheerenden Brand auf dem Fährschiff "Lisco Gloria" erneut zu einem Feuer auf einer Fähre gekommen. Am Mittwochmorgen geriet auf der "Schleswig-Holstein" ein Lastwagen in Brand, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Heiligenhafen am Donnerstag mitteilte. Ein Decksmann entdeckte das Feuer und konnte es selbst löschen.

 

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Heiligenhafen - Vor der deutschen Ostseeinsel Fehmarn ist es gut acht Monate nach dem verheerenden Brand auf dem Fährschiff "Lisco Gloria" erneut zu einem Feuer auf einer Fähre gekommen. Am Mittwochmorgen geriet auf der "Schleswig-Holstein" ein Lastwagen in Brand, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Heiligenhafen am Donnerstag mitteilte. Ein Decksmann entdeckte das Feuer und konnte es selbst löschen. Verletzt wurde niemand.


Das Feuer war nach ersten Ermittlungen an einem Kühlaggregat eines niederländischen Sattelaufliegers entstanden. Der Fahrer des Lasters hatte das Aggregat laut Polizei trotz Verbots in Betrieb gehalten. Wenige Minuten nach dem Ablegen der Fähre in Puttgarden mit Kurs Dänemark fing es Feuer. Ein Decksmann, der routinemäßig nach dem Ablegen seinen vorgeschriebenen Kontrollgang absolviert hatte, entdeckte den Brand. Es gelang ihm, ihn mit einem Feuerlöscher zu ersticken. Schäden an anderen Fahrzeugen entstanden nicht.


Die "Schleswig-Holstein" konnte ihre Fahrt nach Dänemark fortsetzen. Die Wasserschutzpolizei aus Puttgarden ermittelt gegen den Fahrer wegen Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs. Von der Bundesanstalt für Seeunfalluntersuchung wurde ein Bericht angefordert.


Die 143 Meter lange "Schleswig-Holstein" der Reederei Scandlines verkehrt zwischen dem deutschen Puttgarden auf der Insel Fehmarn und dem dänischen Hafen Rödby. Auf dieser sogenannten Vogelfluglinie legen die Fähren in beiden Häfen teilweise im Halbstundentakt ab. Die Seeverbindung für Pkw, Lkw, Busse und Eisenbahn soll künftig durch eine Landverbindung per Tunnel ersetzt werden.


In der Nacht zum 9. Oktober 2010 war ebenfalls vor Fehmarn die litauische Ostseefähre "Lisco Gloria" der Reederei DFDS Seaways in Brand geraten. Das mehr als 200 Meter lange Schiff hatte sich von Kiel nach Klaipeda (dem früheren Memel) befunden. Nördlich der Insel hatte sich eine Explosion an einem Lkw an Bord ereignet. Als Folge war die Fähre vollständig ausgebrannt und tagelang auf See getrieben. Alle 236 Passagiere und Crewmitglieder - unter ihnen 89 Lkw-Fahrer - konnten das Schiff rechtzeitig verlassen. 28 von ihnen erlitten Rauchvergiftungen.  (© AP)


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