Republikanern geht Truppenabzug aus Afghanistan zu schnell
veröffentlicht am 23.06.2011

Abgeordnete beider Parteien im US-Kongress haben die von Präsident Barack Obama vorgestellten Pläne für einen Truppenabzug kritisiert. Während den Demokraten die Reduzierung der Truppen nicht weit und schnell genug geht, sehen die Republikaner die bisherigen Erfolge in Afghanistan durch einen ihrer Ansicht nach übereilten Abzug gefährdet. US-Präsident Barack Obama hatte in einer Ansprache am Mittwochabend (Ortszeit) angekündigt, dass bis Ende diesen Jahres 10.000 US-Soldaten abgezogen werden, mehr als 20.000 sollen bis September 2012 folgen.
Washington - Abgeordnete beider Parteien im US-Kongress haben die von Präsident Barack Obama vorgestellten Pläne für einen Truppenabzug kritisiert. Während den Demokraten die Reduzierung der Truppen nicht weit und schnell genug geht, sehen die Republikaner die bisherigen Erfolge in Afghanistan durch einen ihrer Ansicht nach übereilten Abzug gefährdet. US-Präsident Barack Obama hatte in einer Ansprache am Mittwochabend (Ortszeit) angekündigt, dass bis Ende diesen Jahres 10.000 US-Soldaten abgezogen werden, mehr als 20.000 sollen bis September 2012 folgen.
"Viele im Kongress und im ganzen Land haben gehofft, dass der Abzug der US-Truppen früher geschehen würde, als der Präsident angekündigt hat - und wir werden weiter auf ein besseres Ergebnis dringen", sagte die Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi.
Ihr republikanisches Gegenüber John Boehner warnte Obama davor, nicht die bisherigen Erfolge der USA in Afghanistan zu opfern. Der republikanische Senator John McCain sagte in einer Erklärung, der Abzug sei überstürzt. "Das ist nicht der gemäßigte Abzug, für den ich und andere uns eingesetzt haben." Der Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur Mitt Romney beschuldigte Obama, einen "willkürlichen Zeitplan" aufgestellt zu haben.
Der US-Präsident sollte noch am Donnerstagvormittag (Ortszeit) mit der Parteispitze der Demokraten im Kongress zusammenkommen, bevor er am Nachmittag eine Rede auf dem Militärstützpunkt Fort Drum im US-Staat New York halten sollte. Die dort stationierte zehnte Mountain Division ist eine jener Divisionen, die am häufigsten nach Afghanistan entsandt werden. (© AP)




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