Griechenland-Rettung: Weitgehende Gläubigerbeteiligung vom Tisch
veröffentlicht am 20.06.2011

Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geforderte "verbindliche" Privatsektor-Beteiligung bei der Griechenland-Rettung ist offenbar vom Tisch. "Wir haben uns darüber verständigt, dass es eine freiwillige Beteiligung gibt", sagte der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker zum Abschluss einer Eurogruppensitzung am frühen Montagmorgen. Einzelheiten müssten noch verhandelt werden.
Luxemburg - Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geforderte "verbindliche" Privatsektor-Beteiligung bei der Griechenland-Rettung ist offenbar vom Tisch. "Wir haben uns darüber verständigt, dass es eine freiwillige Beteiligung gibt", sagte der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker zum Abschluss einer Eurogruppensitzung am frühen Montagmorgen. Einzelheiten müssten noch verhandelt werden.
Aber klar sei, "dass keinerlei Druck auf den Privatsektor ausgeübt wird." Damit könne auch kein Betrag festgelegt werden, den Banken und Investitionsfonds beisteuern sollen. Wenn man eine Freiwilligkeit anstrebe, könne man nicht "in vorauseilendem Verfahren" die Höhe festlegen. Schäuble hatte noch am Sonntagabend verlangt, die Mithaftung müsse "verbindlich und belastbar" sein.
Griechenland braucht rund 110 Milliarden Euro zusätzlich in den kommenden zwei Jahren. Die Einzelheiten zu dem Rettungspaket sollen laut Juncker Anfang Juli beschlossen werden. (© AP)




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