Die deutsche Kultur der militärischen Zurückhaltung
veröffentlicht am 14.06.2011

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) setzt trotz des massiven Vorgehens syrischer Truppen gegen Regimegegner weiter auf eine politische Lösung für den Konflikt in dem Land. Es bleibe in der deutschen Außenpolitik bei einer "Kultur der militärischen Zurückhaltung", sagte Westerwelle im ZDF-"Morgenmagazin". Deutschland könne nicht jedes Mal, wenn Unrecht geschehe, mit der Armee eingreifen, "selbst, wenn es uns das Herz zerreißt in Anbetracht von Bildern, die wir sehen".
Berlin - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) setzt trotz des massiven Vorgehens syrischer Truppen gegen Regimegegner weiter auf eine politische Lösung für den Konflikt in dem Land. Es bleibe in der deutschen Außenpolitik bei einer "Kultur der militärischen Zurückhaltung", sagte Westerwelle im ZDF-"Morgenmagazin". Deutschland könne nicht jedes Mal, wenn Unrecht geschehe, mit der Armee eingreifen, "selbst, wenn es uns das Herz zerreißt in Anbetracht von Bildern, die wir sehen".
Um dem "Wirken und den Grausamkeiten des Regimes von Assad Einhalt zu gebieten" habe man sich folglich international auf Sanktionen verständigt, auch gegen Präsident Baschar Assad. Zudem habe man gemeinsam mit anderen europäischen Staaten bei den Vereinten Nationen eine Initiative für eine Resolution angestoßen. Es sei klar, dass die Grausamkeiten in Syrien unverzüglich beendet werden müssten.
Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) besuchen derzeit Palästinensische Autonomiegebiete. (© AP)




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