Arbeitgeber-Präsident will Rente mit 67 beibehalten
veröffentlicht am 25.06.2009

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hält nichts davon, ausgerechnet in der Krise Sozialleistungen auszubauen oder die Rente mit 67 wieder aufzugeben. Vor der Mitgliederversammlung des Verbands am Freitag in Erfurt sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser der «Süddeutschen Zeitung», solche Ideen seien kurzatmig. «Wir werden genug zu tun haben, Kurzarbeit und Weiterbildung zu finanzieren», sagte er.
München - Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hält nichts davon, ausgerechnet in der Krise Sozialleistungen auszubauen oder die Rente mit 67 wieder aufzugeben. Vor der Mitgliederversammlung des Verbands am Freitag in Erfurt sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser der «Süddeutschen Zeitung», solche Ideen seien kurzatmig. «Wir werden genug zu tun haben, Kurzarbeit und Weiterbildung zu finanzieren», sagte er. Weitere Belastungen könnten weder Wirtschaft noch Staat verkraften.
Der Arbeitgeber-Chef wandte sich unter anderem gegen die Forderung der IG Metall und des künftigen bayerischen SPD-Chefs Florian Pronold, die Rente mit 67 wieder aufzugeben. Er räumt ein, dass damit das Empfinden zahlreicher Menschen zum Ausdruck kommt, nach den Banken seien jetzt endlich die Arbeitnehmer mit zusätzlichen Hilfen an der Reihe. «Solch ein Paket kostet weitere finanzielle Substanz der Steuer- und Beitragszahler. Die brauchen wir aber, um in die Anpassung unserer Industrie an neue Strukturen nach der Krise zu investieren», sagte Kannegiesser. (© AP)
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