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Debatte nach Steinbrück-Äußerungen zu SPD-Kanzlerkandidatur

veröffentlicht am 14.05.2011


SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Äußerungen von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück über eine mögliche Kanzlerkandidatur verteidigt. "Ich habe zufällig genau hingehört, was Peer Steinbrück gesagt hat. Erstens: Irgendwann Ende 2012, Anfang 2013 werden wir uns zusammensetzen und einen Vorschlag machen.

 

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Berlin - SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Äußerungen von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück über eine mögliche Kanzlerkandidatur verteidigt. "Ich habe zufällig genau hingehört, was Peer Steinbrück gesagt hat. Erstens: Irgendwann Ende 2012, Anfang 2013 werden wir uns zusammensetzen und einen Vorschlag machen. Zweitens: Der Vorgeschlagene muss es mit jeder Faser seines Körpers wollen. Und in beidem hat er Recht", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag".


Gleichzeitig definierte Steinmeier, welche Eigenschaften der nächste Kanzlerkandidat haben muss. "Wer Kanzlerkandidat werden will, muss vor allem Politik können. Gute Persönlichkeitswerte sind kein Schaden, aber nicht die entscheidende Voraussetzung", sagte der laut Umfragen beliebteste Politiker Deutschlands.


Harsche Kritik an Steinbrück kam dagegen vom schleswig-holsteinischen SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner. Parteichef Sigmar Gabriel, Steinmeier und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft seien aus seiner Sicht geeignete Kanzlerkandidaten. "Es ist jetzt überhaupt nicht die Zeit, sich selbst ins Gespräch zu bringen. Das entscheidet die SPD später", sagte der Partei-Linke der Zeitung.


Der Hamburger Bürgermeister und stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz plädierte dafür, die Frage nach dem Kanzlerkandidaten der SPD nicht zu früh zu entscheiden. Es gehe "um den richtigen Zeitpunkt", sagte Scholz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es gebe "eine stattliche Anzahl von Personen mit SPD-Parteibuch", die für das Amt des Bundeskanzlers infrage kommen. "Ich glaube auch nicht, dass die Leute das nicht abwarten können", fügte Scholz hinzu. "Die fragen sich nicht jeden Tag, wer unser Kanzlerkandidat wird."  (© AP)



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