Warnung vor weiterem Finanz-GAU: IG-Metall-Chef fordert grundlegenden Kurswechsel
veröffentlicht am 01.05.2011

Als Konsequenz aus der Finanzmarktkrise hat IG-Metall-Chef Berthold Huber einen grundlegenden Kurswechsel in Politik und Wirtschaft gefordert. Ein globaler Finanz-GAU könne sich jederzeit wiederholen, weil daraus keine Lehren gezogen und keine Veränderungen eingeleitet worden seien, sagte Huber auf einer Kundgebung zum 1. Mai am Sonntag in Nürnberg.
Nürnberg - Als Konsequenz aus der Finanzmarktkrise hat IG-Metall-Chef Berthold Huber einen grundlegenden Kurswechsel in Politik und Wirtschaft gefordert. Ein globaler Finanz-GAU könne sich jederzeit wiederholen, weil daraus keine Lehren gezogen und keine Veränderungen eingeleitet worden seien, sagte Huber auf einer Kundgebung zum 1. Mai am Sonntag in Nürnberg.
Zu der Veranstaltung unter dem Motto "Das ist das Mindeste! Faire Löhne - Gute Arbeit - Soziale Sicherheit" hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aufgerufen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken nahmen in Nürnberg rund 3.000 Menschen daran teil. Der DGB hatte mit 6.000 gerechnet.
In seiner Rede auf dem Kornmarkt appellierte Huber an die Bundesregierung und die EU-Kommission, die Finanzmärkte endlich zu regulieren und Spekulationen zu stoppen. "Sorgt dafür, dass die Verursacher der Krise für die Folgen der Krise zahlen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit", sagte er.
Gleichzeitig forderte Huber zum Kampf gegen eine "Verrohung des Arbeitsmarktes" auf. Leiharbeit, befristete Arbeitsverhältnisse, Dauerpraktika und Minijobs seien längst keine Randerscheinungen der Arbeitswelt mehr, sondern für viele zu einer Dauerzumutung geworden. Gerade jungen Menschen würden dadurch alle Zukunftschancen verbaut. "Dagegen müssen wir uns mit aller Entschiedenheit zur Wehr setzen", sagte er. (© AP)




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