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Angebliche SPD-Spende: AWD-Gründer Maschmeyer weist Vorwürfe zurück

veröffentlicht am 01.05.2011


AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe der SPD und ihrem damaligen Kandidaten Gerhard Schröder mit einer womöglich illegalen Spende ins Kanzleramt verholfen. Er habe niemals direkt oder indirekt für eine Anzeigenkampagne im Wahlkampf Geld gezahlt, sagte Maschmeyer dem "Spiegel" vom Sonntag. Maschmeyer soll nach Recherchen der ARD-Sendung "Panorama" 1998 über einen Strohmann 150.000 Mark gespendet haben.

 

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Berlin - AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe der SPD und ihrem damaligen Kandidaten Gerhard Schröder mit einer womöglich illegalen Spende ins Kanzleramt verholfen. Er habe niemals direkt oder indirekt für eine Anzeigenkampagne im Wahlkampf Geld gezahlt, sagte Maschmeyer dem "Spiegel" vom Sonntag. Maschmeyer soll nach Recherchen der ARD-Sendung "Panorama" 1998 über einen Strohmann 150.000 Mark gespendet haben. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, damals Leiter der Staatskanzlei, wusste demnach davon.


Die damalige Ministerialbeamtin der Staatskanzlei, Bettina Raddatz, erhärtete im Nachrichtenmagazin "Focus" die Vorwürfe gegen Steinmeier. Dieser habe als ihr damaliger Vorgesetzter auch Dienstreisen zu Wahlkampfveranstaltungen und zur Kampa, der SPD-Wahlkampfzentrale in Bonn, genehmigt. Sie habe Steinmeier über die Finanzierungsmodalitäten fragwürdiger Anzeigen unterrichtet. "Ich lasse mir nicht nachsagen, dass ich hinter dem Rücken meiner Vorgesetzten solche Initiativen ergriffen habe", wird Raddatz im "Focus" zitiert.


Raddatz sagte dem "Spiegel", Schröder habe "zu der Zeit mit Sicherheit keinen persönlichen Kontakt zu Maschmeyer" gehabt. Die Abwicklung der Wahlkampfhilfe sei ausschließlich über ihr Büro erfolgt. Ihren damaligen Vorgesetzten, Staatskanzleichef Steinmeier, habe sie hingegen über die Aktion informiert: "Er hat das Vorhaben abgenickt, ist aber nicht selber tätig geworden."


CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zeigte sich angesichts der Berichterstattung alarmiert. Sie lege "im Hinblick auf die Parteienfinanzierung und den Missbrauch der niedersächsischen Staatskanzlei zu Wahlkampfzwecken sehr ernste Rechtsverstöße durch die SPD nahe", sagte er "Focus". Alle Fakten gehörten schleunigst auf den Tisch.


FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte dem "Spiegel", die "innige Beziehung der niedersächsischen SPD zum Finanzmakler AWD" werfe auch politisch-inhaltliche Fragen auf. "Man fragt sich schon, welchen Einfluss dieses Unternehmen auf die Konzeption von SPD-Regierungsvorhaben wie die Riester-Rente hatte." Von deren Einführung habe der AWD wirtschaftlich profitiert. "Und der SPD-Berater Bert Rürup stand erst im Dienst dieses Unternehmens und ist inzwischen Partner Maschmeyers in einer gemeinsamen Firma", sagte Lindner.  (© AP)



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"Angebliche SPD-Spende: AWD-Gründer Maschmeyer weist Vorwürfe zurück"
André am 01.05.2011 - 16:15 Uhr:
Es ist doch immer wieder verblüffend wie sehr die Vergangenheit in der Gegenwart und in der Zukunft "anscheinend von Bedeutung" ist. Schade ist es, dass man in der heutigen Zeit immer mehr die negativen und schlechten Erfahrungen im Kopf behält und die positiven ganz weit hinten vergräbt. Wenn die Leute, welche sich immer noch mit der Vergangenheit beschäftigen und nicht in die Zukunft schauen oder sich das Hier und Jetzt genauer betrachten, können einen schrecklich Leid tun. Fehler sind zwar vermeindbar, aber sie sind auch dafür da um gemacht zu werden. Allerdings sollten Behauptungen und Gerüchte nicht mit den tatsächlichen Fakten verwechselt oder vermischt werden, denn ansonsten kommen genau solche Urteile über Menschen zu stande, welche schon einigen Menschen geholfen haben.
net-tribune

 

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