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24. Juni 2009

Mit Opera Unite wird jeder Rechner zum Webserver



Stockholm - Mit dem Browser der norwegischen Softwarefirma Opera können Nutzer Musik, Bilder und Dateien künftig direkt untereinander von Rechner zu Rechner austauschen. Ein eigenständiger Server, auf dem die Dateien wie zum Beispiel bei Diensten wie Facebook oder Flickr abgelegt werden, wird mit dem Opera Unite genannten Angebot nicht mehr gebraucht. Ein Nutzer kann damit zum Beispiel auch mit dem Laptop oder auch dem Handy einfach auf Dateien auf dem heimischen PC zugreifen.

Opera-Sprecher Tor Odland erklärte, Opera sehe in der Anwendung eine Möglichkeit, um dem Nutzer möglichst viel Kontrolle über seine Dateien zu geben. Sie können festlegen, wer in welchem Umfang auf die freigegeben Dateien zugreifen kann, dass kann das ganze Internet oder auch nur ein bestimmter Freund sein. Auch Gruppen zum Austausch von Dateien können angelegt werden.

Tony Cripps, Analyst der Londoner Beratungsfirma Ovum, sprach von einem «interessanten Konzept», dass möglicherweise von anderen Browsern übernommen werde. Wegen des freien Datenaustauschs könnten aber auch rechtliche Probleme und die Frage auftauchen, ob auch urheberrechtlich geschütztes Material ausgetauscht wird. Das sei bei einer direkten Kommunikation von Rechner zu Rechner schwierig zu kontrollieren. Odland erklärte dazu, Opera rufe die Nutzer auf, nur Daten austauschen, bei denen sie auch die entsprechenden Rechte hätten.


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