Sachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert "frühest möglichen" Atom-Ausstieg
veröffentlicht am 22.04.2011

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Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) verlangt einen Ausstieg aus der Atomenergie "zum frühest möglichen Zeitpunkt". Das ursprüngliche rot-grüne Ausstiegsszenario "wäre mir da nicht ehrgeizig genug", sagte Haseloff in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu". Nach den rot-grünen Plänern hätten alle Atomkraftwerke bis 2020 endgültig stillgelegt werden sollen.
Magdeburg - Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) verlangt einen Ausstieg aus der Atomenergie "zum frühest möglichen Zeitpunkt". Das ursprüngliche rot-grüne Ausstiegsszenario "wäre mir da nicht ehrgeizig genug", sagte Haseloff in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu". Nach den rot-grünen Plänern hätten alle Atomkraftwerke bis 2020 endgültig stillgelegt werden sollen.
Haseloff kritisierte auch die Kostendebatte um den Atomausstieg. Das sei für ihn "nur Spiegelfechterei", sagte der CDU-Politiker. Selbst wenn Atomkraftwerke länger am Netz blieben, müsse man sie mit großem finanziellen Aufwand sicherheitstechnisch nachrüsten. Dann wäre Atomstrom "alles andere als billig", sagte Haseloff. "Dann doch lieber das Geld, das man ohnehin ausgeben muss, in nachhaltige Formen der Energiegewinnung investieren“, empfahl er.
Mit seiner Haltung zur Atomkraft habe er noch vor wenigen Wochen gegen die Politik seiner Partei gestanden, sagte der Ministerpräsident. Unmittelbar nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima habe er "noch gegen den Mainstream in der CDU formuliert, was jetzt großer politischer Konsens in Deutschland ist – dass wir schnellstmöglich aus der Risikotechnologie Atomkraft aussteigen müssen“, sagte der studierte Physiker. (© AP)




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