Detlef Gürth zum neuen Landtagspräsidenten gewählt
veröffentlicht am 19.04.2011

Der neu gewählte Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich am Dienstag konstituiert. Dabei wurde Detlef Gürth zum neuen Landtagspräsidenten gewählt. 77 Delegierte stimmten in geheimer Wahl für den bisherigen parlamentarischen Geschäftsführer der CDU, 17 Abgeordnete stimmten dagegen, zehn enthielten sich.
Magdeburg - Der neu gewählte Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich am Dienstag konstituiert. Dabei wurde Detlef Gürth zum neuen Landtagspräsidenten gewählt. 77 Delegierte stimmten in geheimer Wahl für den bisherigen parlamentarischen Geschäftsführer der CDU, 17 Abgeordnete stimmten dagegen, zehn enthielten sich. Der 49-Jährige löst Dieter Steinecke ab, der im neuen Parlament Alterspräsident ist.
Die Koalition von CDU und SPD hat insgesamt 67 Sitze im neuen Parlament. An der Wahl des Landtagspräsidenten nahmen 104 der insgesamt 105 Abgeordneten teil. Gürth sprach nach seiner Wahl von einem "guten und ehrlichen Ergebnis". In seiner Rede mahnte er einen "respektvollen Umgang" im Parlament und in der Zusammenarbeit zwischen Regierung und Parlament an.
Am Nachmittag soll der neue Ministerpräsident gewählt werden. Für dieses Amt hat die Koalition den CDU-Politiker Reiner Haseloff vorgesehen. Der langjährige Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) war aus Altersgründen nicht mehr zur Landtagswahl am 20. März angetreten. Der 75-Jährige nahm mit seiner Frau auf der Zuschauertribüne Platz.
Alterspräsident Steinecke (CDU), der die erste Sitzung des Landtages der 6. Wahlperiode eröffnete, würdigte die politische Lebensleistung Böhmers: "Ob in parlamentarischen Ämtern oder exekutiven Ämtern, Sie haben dieses Haus auf ganz unverwechselbare Weise geprägt."
Bei einem Gottesdienst vor der Konstituierung des Landtags ermunterte der Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige, die neuen Abgeordneten, ihre Mandate mit "Achtsamkeit und Respekt" auszuüben. Macht an sich sei kein Übel, sondern ein Mittel, Gutes zu tun, sagte er.
Bei der Landtagswahl im März war die CDU mit 32,5 Prozent der Stimmen als stärkste Partei ins Parlament gewählt worden. Zweitstärkste Kraft wurde die Linke mit 23,7 Prozent, gefolgt von der SPD mit 21,5 Prozent und den Grünen mit 7,1 Prozent. CDU und SPD hatten bereits in der letzten Legislaturperiode seit 2006 eine Regierung gebildet.
Im neuen Magdeburger Landtag gehören 41 der insgesamt 105 Abgeordneten der CDU an, 26 Abgeordnete stellt die SPD. Die Linke ist mit 29 Abgeordneten, die Grünen sind mit neun Abgeordneten vertreten. (© AP)




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