Frankfurt/Main - Am Dienstag haben erneut mehr als 20.000 Kita-Erzieherinnen und Sozialarbeiter gestreikt. Die Gewerkschaft ver.di teilte mit, dass sieben Bundesländer betroffen waren. Ab Mittwoch sollen die Arbeitsniederlegungen wegen des Beginns der Sommerferien in den betreffenden Ländern deutlich reduziert werden. Auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen haben sich die Tarifparteien nach dem Abbruch am vergangenen Freitag noch nicht geeinigt. Der Kontakt ist laut ver.di aber nicht abgebrochen.
Arbeitsniederlegungen gab es in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. In Baden-Württemberg nahmen laut ver.di rund 2.000 Beschäftigte daran teil, in Hessen waren 240 Einrichtungen (Kita, Behindertenhilfe, Sozialdienst) betroffen.
Die bundesweiten Streiks laufen bereits seit Mitte Mai. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatten den Erzieherinnen und Sozialarbeitern nach eigenen Angaben zuletzt eine Tariferhöhung um durchschnittlich über elf Prozent geboten.
Ver.di dagegen erklärte, 80 Prozent der Betroffenen gingen mit dem Angebot leer aus beziehungsweise hätten Verluste von mehr als 1.000 Euro im Jahr. Streitpunkt der Verhandlungen ist die Einstufung der Erzieher in kommunalen Kindertagesstätten sowie der Sozialarbeiter und Sozialpädagogen in Ämtern, Jugendeinrichtungen und Behindertenwerkstätten ab Anfang 2010 in den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVÖD). Außerdem wird über einen neuen Gesundheitstarifvertrag für die insgesamt rund 220.000 Beschäftigten verhandelt. weiterlesen >>