Kompromissvorschlag soll Zahl getöteter Meeressäuger reduzieren
veröffentlicht am 23.06.2009

Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat am Montag auf der portugiesischen Insel Madeira ihre Jahrestagung begonnen. Die 81 Mitgliedsstaaten wollten in dieser Woche einen Kompromissvorschlag diskutieren, der die Zahl jährlich getöteter Wale reduzieren soll. Umwelt- und Tierschützer hegten jedoch nur geringe Hoffnung auf einen Durchbruch in der seit über zwei Jahrzehnten umstrittenen Frage.
Lissabon - Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat am Montag auf der portugiesischen Insel Madeira ihre Jahrestagung begonnen. Die 81 Mitgliedsstaaten wollten in dieser Woche einen Kompromissvorschlag diskutieren, der die Zahl jährlich getöteter Wale reduzieren soll. Umwelt- und Tierschützer hegten jedoch nur geringe Hoffnung auf einen Durchbruch in der seit über zwei Jahrzehnten umstrittenen Frage.
Japan, Island und Norwegen halten am Walfang fest, die Europäische Union, die USA und Australien hingegen wollen das Töten der Tiere zu Forschungs- oder kommerziellen Zwecken stark einschränken. Ein Beschluss dazu bedarf jedoch einer Zweidrittelmehrheit. Greenpeace-Aktivistin Sara Holden sagte, die Delegierten würden auf der Jahrestagung nur diskutieren, während die Meeressäuger weiter stürben. Sie befürchte, dass es keinen Durchbruch geben werde.
Seit 1986 gilt ein weltweites Moratorium der IWC für den kommerziellen Walfang. Fischer aus Japan, Island und Norwegen töten zusammen jährlich jedoch etwa 2.000 Wale. Japan begründet sein Walfangprogramm als Notwendigkeit der Forschung, was Kritiker jedoch als billige Ausrede zurückweisen. Island und Norwegen haben sich dem Moratorium von Anfang an widersetzt, haben den Vertrag nicht unterzeichnet und fühlen sich daher nicht an Auflagen gebunden. (© AP)




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