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Plagiatsopfer: "Was Guttenberg macht ist grotesk"

veröffentlicht am 12.04.2011


Die Schweizer Journalistin Klara Obermüller hat den ehemaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg für seinen Versuch kritisiert, die Veröffentlichung des Prüfberichts der Universität Bayreuth über seine Doktorarbeit juristisch zu verhindern. In seiner mit Plagiaten gespickten Doktorarbeit hatte Guttenberg unter anderem auch einen halben Leitarktikel der Journalistin Obermüller über insgesamt 86 Zeilen lang abgeschrieben, ohne die Quelle ein einziges Mal zu nennen.

 

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Frankfurt/Main - Die Schweizer Journalistin Klara Obermüller hat den ehemaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg für seinen Versuch kritisiert, die Veröffentlichung des Prüfberichts der Universität Bayreuth über seine Doktorarbeit juristisch zu verhindern. In seiner mit Plagiaten gespickten Doktorarbeit hatte Guttenberg unter anderem auch einen halben Leitarktikel der Journalistin Obermüller über insgesamt 86 Zeilen lang abgeschrieben, ohne die Quelle ein einziges Mal zu nennen.


"Was Guttenberg macht ist grotesk", sagte Obermüller der "Frankfurter Rundschau" (Dienstagausgabe). Er habe ein sehr eigenartiges Krisenmanagement und mache einfach alles falsch. Verklagen wolle sie Guttenberg derzeit zwar nicht. "Aber ich bin absolut der Meinung, dass er die Universität den Bericht veröffentlichen lassen muss."


Guttenbergs Versuch, die Veröffentlichung zu verhindern "riecht mir stark nach Sonderrecht", sagte Obermüller. "Das gefällt mir nicht, es ist sehr undemokratisch."  (© AP)



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