Zwei deutsche Supercomputer unter den zehn schnellsten Rechnern der Welt
Jülich - Zwei deutsche Rechner aus dem Forschungszentrum Jülich zählen zur Top Ten der schnellsten Supercomputer der Welt. Jugene, der schnellste Rechner Europas, schaffte es auf Platz 3 der aktuell veröffentlichten Weltrangliste, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Das in Jülich entwickelte Computer-Tandem Juropa/HPC-FF kommt weltweit auf Platz 10 und in Europa auf Platz 2. Damit gehörten zum ersten Mal zwei Computer eines europäischen Instituts zu den Top Ten der schnellsten Rechner.
Mit rund einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde zählt «Jugene» laut Forschungszentrum zu den absoluten Höchstleistungscomputern. Eingesetzt wird der Supercomputer für komplexe Simulationen, beispielsweise in der Material- und Umweltforschung oder in der Teilchenphysik. Die rund 72.000 Prozessoren Rechners finden in 72 wassergekühlten Schränken Platz. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf rund 144 Terabyte.
Die Supercomputer Juropa/HPC-FF erreichen mit ihren über 3.200 Rechenknoten eine Spitzenleistung von 308 Teraflops, das sind 308 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Die Systeme wurden den Angaben zufolge von Experten des Jülich Supercomputing Centre entworfen und gemeinsam mit Partnerfirmen umgesetzt. «Im Juropa-Konsortium entwickelt Deutschland zum ersten Mal nach 20 Jahren wieder eigene Superrechner der höchsten Leistungsklasse», sagte Centre-Direktor Thomas Lippert. Forscher aller Fachrichtungen würden Juropa nutzen, um zu klären, wie sich das Klima wandelt oder neue Halbleiter funktionieren.