Westerwelle traf auch den iranischen Präsidenten
veröffentlicht am 20.02.2011

Außenminister Guido Westerwelle hat in der iranischen Hauptstadt Teheran auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad getroffen, bevor er in der Nacht zum Sonntag mit den beiden freigelassenen deutschen Journalisten nach Deutschland geflogen ist. Das berichtete das Bundespresseamt in Berlin. Es sei der erste Besuch eines deutschen Außenministers seit 2003 gewesen.
Berlin - Außenminister Guido Westerwelle hat in der iranischen Hauptstadt Teheran auch Präsident Mahmud Ahmadinedschad getroffen, bevor er in der Nacht zum Sonntag mit den beiden freigelassenen deutschen Journalisten nach Deutschland geflogen ist. Das berichtete das Bundespresseamt in Berlin. Es sei der erste Besuch eines deutschen Außenministers seit 2003 gewesen. Ahmadinedschad wird im Westen wegen seiner extremen Positionen und seiner speziell gegen Israel gerichteten Politik als Gesprächspartner gemieden.
Westerwelle selbst erwähnte vor Journalisten nur ein Gespräch mit seinem iranischen Amtskollegen Ali Akhar Salehi und dankte diesem für sein "hilfreiches Engagement" beim Bemühen um die Freilassung der beiden Männer. Diese waren im Oktober in Täbris verhaftet worden, zunächst zu einer Haftstrafe und dann zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
Am Samstag wurden sie freigelassen, nachdem für jeden 35.000 Euro Strafe gezahlt worden waren. Die beiden waren im Herbst 2010 mit einem Touristenvisum in den Iran gereist und hatten den Sohn der wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilten Sakine Aschtiani interviewt.
Wie aus diplomatische Kreisen verlautete, ging die deutsche Seite davon aus, dass Westerwelle die beiden Männer nur dann nach Deutschland mitnehmen kann, wenn es zu einem Treffen Westerwelles mit Ahmadinedschad kommt. Außerdem verlangte die iranische Führung neben den Geldstrafen auch eine Entschuldigung des Axel-Springer-Verlages. Die beiden Journalisten waren für dessen "Bild am Sonntag" unterwegs. (© AP)




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