Neuer Porsche-Chef gibt ambitioniertes Absatz-Ziel aus
veröffentlicht am 16.01.2011

Der inzwischen zum Volkswagen-Konzern gehörende Sportwagenhersteller Porsche will bis 2018 doppelt so viele Autos verkaufen wie heute. Wurden im vergangenen Jahr rund 90.000 Fahrzeuge abgesetzt, sollen es nach den Vorstellungen des neuen Porsche-Chefs Matthias Müller bis 2018 wenigstens 200.000 Autos werden.
Düsseldorf - Der inzwischen zum Volkswagen-Konzern gehörende Sportwagenhersteller Porsche will bis 2018 doppelt so viele Autos verkaufen wie heute. Wurden im vergangenen Jahr rund 90.000 Fahrzeuge abgesetzt, sollen es nach den Vorstellungen des neuen Porsche-Chefs Matthias Müller bis 2018 wenigstens 200.000 Autos werden.
VW-Chef Martin Winterkorn hatte im vergangenen Sommer in einem Interview erklärt, dass Porsche bis zu 150.000 Autos im Jahr produzieren könne, ohne seine Exklusivität einzubüßen. "Nachdem ich mich jetzt intensiv in das Thema eingearbeitet habe, bin ich davon überzeugt, dass das nicht die ganz richtige Zahl ist", sagte Müller der "Wirtschaftswoche". "Eine Zwei könnte in Summe allemal vorne stehen."
Voraussetzung dafür sei eine starke Ausweitung der Modellpalette über die bestehenden vier Baureihen Carrera, Boxster/Cayman, Cayenne und Panamera hinaus. "Unser Ziel muss sein, dass das Unternehmen jedes Jahr auf der Modellseite ein Großereignis zu bieten hat", sagte Müller weiter. Der Porsche-Chef, der am 1. Oktober vergangenen Jahres die Nachfolge des Interims-Vorstandschefs Michael Macht angetreten hatte, hat in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit bereits einige Weichenstellungen hin zu mehr Wachstum vorgenommen. Beschlossene Sache ist die Produktion des Porsche 918 Spyder und eines kompakten SUV namens Cajun auf Basis des Audi Q5.
Wichtige Entscheidungen stehen in den kommenden Wochen auch noch über zwei andere Modellreihen an: einen kleinen Mittelmotor-Roadster, der in Zusammenarbeit mit VW entstehen soll, sowie einen weiteren Supersportwagen. Der Roadster soll an die Geschichte des legendären Porsche 550 aus den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts anknüpfen. Entschieden ist das Projekt nach Angaben des Porsche-Chefs zwar noch nicht, "aber wir arbeiten derzeit heftig daran".
Um die geplanten Stückzahlen zu erreichen, will Müller auf die Kapazitäten des Volkswagen-Konzerns zurückgreifen. So könnten Teile der Boxster-Produktion 2013 vom VW-Werk Osnabrück übernommen werden. Aber auch eine Auslandsfertigung schloss der Manager nicht aus: Es stehe zur Debatte, ob Porsche irgendwann einmal Autos in China oder Nordamerika montiere oder produziere. (© AP)




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