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Iranischer Präsident wollte Kompromiss im Atomstreit

veröffentlicht am 04.01.2011


Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll vor gut einem Jahr von Hardlinern in der eigenen Regierung von einem Kompromiss im Streit um das Atomprogramm seines Landes abgebracht worden sein. Ein am Dienstag von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichtes US-Dokument zitiert den türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu mit der Einschätzung, Ahmadinedschad stehe intern unter "erheblichem Druck" und habe vor allem deswegen die Forderungen des UN-Sicherheitsrats nach einem Stopp der Urananreicherung abgelehnt.

 

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Dubai - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll vor gut einem Jahr von Hardlinern in der eigenen Regierung von einem Kompromiss im Streit um das Atomprogramm seines Landes abgebracht worden sein. Ein am Dienstag von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichtes US-Dokument zitiert den türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu mit der Einschätzung, Ahmadinedschad stehe intern unter "erheblichem Druck" und habe vor allem deswegen die Forderungen des UN-Sicherheitsrats nach einem Stopp der Urananreicherung abgelehnt.


Iranische Hardliner hätten die Vorschläge der Vereinten Nationen als "faktisches Einknicken" gegenüber dem Druck des Westens interpretiert, soll Davutoglu Ende 2009 dem stellvertretenden US-Außenminister Philip Gordon gesagt haben. In der als geheim eingestuften diplomatischen Depesche heißt es außerdem, der Iran würde sich im Falle einer internationalen Zusammenarbeit bei seinem Atomprogramm eher auf den Erzfeind USA verlassen wollen als auf das verbündete Russland. Die Türkei unterhält als einziges NATO-Mitglied enge politische und wirtschaftliche Kontakte zum Iran.  (© AP)


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