TV-Autopsie des "King of Pop" geht erst einmal nicht auf Sendung
veröffentlicht am 01.01.2011

Die TV-Ausstrahlung einer nachgestellten Obduktion der Leiche von Michael Jackson ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Damit werde auf Proteste von Fans und der beiden Nachlassverwalter des "King of Pop" sowie auf die bevorstehende gerichtliche Anhörung von Jacksons Arzt Rücksicht genommen, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des US-Senders Discovery Channel.
Los Angeles - Die TV-Ausstrahlung einer nachgestellten Obduktion der Leiche von Michael Jackson ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Damit werde auf Proteste von Fans und der beiden Nachlassverwalter des "King of Pop" sowie auf die bevorstehende gerichtliche Anhörung von Jacksons Arzt Rücksicht genommen, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des US-Senders Discovery Channel.
Die Nachlassverwalter hatten am Mittwoch in einem Brief an das Medienunternehmen geschrieben, die geplante Sendung zeuge von "erschreckend schlechtem Geschmack" und Rücksichtslosigkeit gegenüber den Gefühlen der Jackson-Familie. Besonders ein im Internet veröffentlichter Werbespot für "Michael Jackson's Autopsy", in dem eine Hand in einem glitzernden Handschuh zu sehen ist, der unter einem Leichentuch hervorschaut, hätte sie erzürnt.
"Der Discovery Channel trifft mit der Streichung der Sendung die richtige Entscheidung", hieß es am Freitag in einer Stellungnahme der Nachlassverwalter. "Wir hoffen sehr, dass die Show niemals irgendwo zu sehen sein wird."
Der Kardiologe Conrad Murray ist angeklagt, Jackson vor dessen Tod im Juni 2009 eine Überdosis Propofol verabreicht zu haben. Eine vorläufige Anhörung in dem Fall beginnt am 4. Januar. Dann soll entschieden werden, ob die Beweise gegen Murray für einen Prozess ausreichen. (© AP)




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