Westerwelle wartet auf "Zeichen der Menschlichkeit" vom Iran
veröffentlicht am 19.12.2010

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat an die Regierung in Teheran appelliert, den zwei im Iran inhaftierten deutschen Reportern zu Weihnachten ein Treffen mit ihren Angehörigen zu ermöglichen. "Ich appelliere an die iranische Regierung, vor dem Hintergrund des christlichen Weihnachtsfestes, das auch in der islamischen Welt respektiert wird, ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag".
Berlin - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat an die Regierung in Teheran appelliert, den zwei im Iran inhaftierten deutschen Reportern zu Weihnachten ein Treffen mit ihren Angehörigen zu ermöglichen. "Ich appelliere an die iranische Regierung, vor dem Hintergrund des christlichen Weihnachtsfestes, das auch in der islamischen Welt respektiert wird, ein Zeichen der Menschlichkeit zu setzen", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag".
Unterdessen haben sich Spitzenvertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland an den Iran mit der Bitte gewandt, die beiden inhaftierten Journalisten freizulassen. "Nur eine Gesellschaft, die die Menschenrechte verwirklicht, kann als humane Gesellschaft bezeichnet werden", sagte der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, der Zeitung.
Auch der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten, EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider, hofft, "dass die beiden Reporter bald freigelassen werden. Wir sollten an sie in Gebet und Fürbitte gedenken." Pressefreiheit sei ein hohes Gut, das sich weltweit durchsetzen müsse. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Journalisten, die nach Wahrheit suchen, inhaftiert werden."
Seit 70 Tagen sitzen zwei Reporter der "Bild am Sonntag" im Iran in Haft. Sie waren mit einem Touristenvisum eingereist und am 10. Oktober in der nordiranischen Stadt Täbris festgenommen worden. Sie hatten gerade den Sohn der wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilten Sakine Aschtiani interviewt. (© AP)




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