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Weiter Rätselraten über Air-France-Absturz

veröffentlicht am 14.06.2009


Bei der Auswertung der vom französischen Air-France-Airbus vor dem Absturz im Atlantik gesendeten Informationen kommen die Ermittler ohne den noch immer nicht geborgenen Flugschreiber und Stimmenrekorder offenbar nicht entscheidend voran. Auch eine inzwischen vorliegende vollständige Abschrift aller 24 automatisch gesendeten Alarmmeldungen brachte nach Angaben aus Luftverkehrskreisen zwar neue Hinweise, aber keinen Durchbruch.

 

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Recife - Bei der Auswertung der vom französischen Air-France-Airbus vor dem Absturz im Atlantik gesendeten Informationen kommen die Ermittler ohne den noch immer nicht geborgenen Flugschreiber und Stimmenrekorder offenbar nicht entscheidend voran. Auch eine inzwischen vorliegende vollständige Abschrift aller 24 automatisch gesendeten Alarmmeldungen brachte nach Angaben aus Luftverkehrskreisen zwar neue Hinweise, aber keinen Durchbruch.


«Es gibt eine Menge Informationen, aber wenig Anhaltspunkte», sagte ein über die Air-France-Ermittlungen informierter Gewährsmann auf die Frage nach dem von der US-Zeitung «New York Times» und www.eurocockpit.com veröffentlichten Transkript. Die Ermittlungen haben sich zuletzt auf die Möglichkeit eines Ausfalls der Pitot-Sensoren konzentriert, das sind außen am Flugzeug angebrachte Geschwindigkeitsmesser. Gleich mehrere Mitteilungen hätten mit Problemen wegen unterschiedlicher Geschwindigkeitsangaben zu tun, bestätigte der Gewährsmann. «Alles, was danach passiert ist, ist ein Ergebnis des Ausfalls der Pitot-Sensoren.»


Air France hatte am 27. Mai einen Austausch der Pitot-Sensoren bei Langstrecken-Airbussen angeordnet, nachdem Piloten einen Verlust von Luftgeschwindigkeitsdaten bei einigen Flügen mit A330- und A340-Maschinen bemerkt hatten. Der Airbus A330 auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris stürzte in der Nacht zum 1. Juni ab.


Der Airbus sendete eine Botschaft, derzufolge das Flugzeug eine Änderung des Kabinendrucks hatte, der auf einen Höhenverlust von fast 550 Metern pro Minute hinausläuft. Der Flugzeughersteller hat bisher keine Antwort auf die Frage, wie das zu interpretieren ist.


Knapp zwei Wochen nach dem Absturz wurden sechs weitere Leichen aus dem Atlantik geborgen, teilte die brasilianische Marine mit. Damit seien 50 der 228 Opfer geborgen. Die Chancen, die sterblichen Überreste aller 228 Insassen des Airbus zu bergen, seien mittlerweile wegen schlechten Wetters und des warmen Wassers verschwindend gering, hieß es weiter. Ein US-Experte erklärte, in dem 28 Grad Celsius warmen Wasser im Absturzgebiet gingen Leichen nach zwei oder drei Wochen unter


Inzwischen seien Leichen in 85 Kilometern Entfernung von der Stelle geborgen worden, an der am Samstag vergangener Woche die ersten Opfer entdeckt worden waren, sagte General Ramon Cardoso. Stürme und schlechte Sicht behinderten die Suche bereits in den vergangenen Tagen. Ein französisches Atom-U-Boot setzte unterdessen die Suche nach der Black Box fort, die 30 Tage Signale sendet, die ihre Ortung ermöglichen.  (© AP)



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