Deutsche Kampfteams auf Handelsschiffen
veröffentlicht am 13.06.2009

Im Einsatz gegen Piraten vor dem Horn von Afrika schickt die deutsche Marine jetzt schwer bewaffnete Kampfteams an Bord von Handelsschiffen. Es handelt sich um jeweils zehn Spezialsoldaten, die mit Waffen, Munition und Verpflegung für eine Woche oder länger an Bord gefährdeter Schiffe gehen, wie ein Marinesprecher am Freitag in Wilhelmshaven mitteilte. Die Soldaten sollen bei einem Piratenangriff das Handelsschiff verteidigen und schon vorher den Kapitän beraten.
Wilhelmshaven - Im Einsatz gegen Piraten vor dem Horn von Afrika schickt die deutsche Marine jetzt schwer bewaffnete Kampfteams an Bord von Handelsschiffen. Es handelt sich um jeweils zehn Spezialsoldaten, die mit Waffen, Munition und Verpflegung für eine Woche oder länger an Bord gefährdeter Schiffe gehen, wie ein Marinesprecher am Freitag in Wilhelmshaven mitteilte. Die Soldaten sollen bei einem Piratenangriff das Handelsschiff verteidigen und schon vorher den Kapitän beraten.
Im März hatten die Soldaten der sogenannten Marineschutzkräfte bereits ein Versorgungsschiff der Marine erfolgsreich gegen einen Angriff verteidigt: Die «Spessart» war von einem Piratenboot mit Handfeuerwaffen beschossen worden. Die Marineschutzkräfte hatten das Feuer erwidert und die Angreifer vertrieben.
An Bord der Handelsschiffe gehen die Marineschutzkräfte per Hubschrauber oder Speedboot. Sie haben Rationen für sieben Tage dabei. Falls die Fahrt des Frachters länger dauert, bringt ein Hubschrauber Nachschub. Das nächste Kampfteam bricht am kommenden Montag an Bord der Fregatte «Brandenburg» in Richtung Dschibuti auf. Die Schutzteams würden bereits regelmäßig an Bord der Schiffe des Welternährungsprogramms zwischen Mombasa und Mogadischu eingesetzt, erklärte die Marine. (© AP)




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