Ihr Standort: Home Gesellschaft Bildung
 
 
 

11. Juni 2009

Bildungsstreik gegen Turboabitur und Studiengebühren



Berlin - Mit einem Bildungsstreik in der kommenden Woche wollen Schüler und Studenten gemeinsam gegen Studiengebühren, Verschulung der Universitäten und die verkürzte Oberstufe protestieren. Höhepunkt sollen am nächsten Mittwoch Demonstrationen in 80 Städten sein, zu der die Organisatoren 150.000 Menschen erwarten. Darüber hinaus sind Aktionen wie Besetzungen, Blockaden und symbolische Banküberfälle geplant. Ver.di-Chef Frank Bsirske stellte sich im Namen des Deutschen Gewerkschaftsbundes hinter den Protest und nannte Veränderungen im Bildungssystem überfällig.

Schüler und Studenten kritisierten vor allem, dass Rettungspakete für das Bankensystem und die Wirtschaft geschnürt, die Bildungseinrichtungen aber mit vergleichsweise wenig zusätzlichen Investitionen abgespeist würden. Bsirske sagte, das Bildungssystem sei «chronisch unterfinanziert» und benötige jährlich zusätzlich 30 bis 40 Milliarden Euro, die in Köpfe investiert werden müssten und nicht in Beton. Geld für Unis, Schulen und Kitas müssten Teil eines Konjunkturpakets III sein, forderte er.

Der emeritierte Professor Peter Grottian rechnete vor, dass die 10 Milliarden aus dem Konjunkturpaket II in Handwerkerrechnungen für die Sanierung von Gebäuden flössen. Die 18 Milliarden Euro aus dem Bund-Länder-Pakt für Hochschule und Forschung kämen der Exzellenzinitiative und der außeruniversitären Forschung zugute. Damit würden außerdem 275.000 neue Studienplätze finanziert, welche aber nur die große Zahl an Schülern auffängen, die nach dem «Turboabitur» zeitgleich mit den anderen Abiturienten in die Universitäten strömten.

Die Studenten forderten außerdem die Abschaffung von Bachelor- und Master-Studiengängen in der jetzigen Form. Der Hamburger Promotionsstudent Florian Wilde nannte diese vor einigen Jahren eingeführten Studiengänge ein verschultes, reglementiertes Schmalspurstudium. Er beklagte auch den zunehmenden Einfluss der Wirtschaft auf die Inhalte durch den Zwang der Unis zur Eintreibung von Drittmitteln. Grottian sprach von einer «McDonaldisierung» der Unis. weiterlesen >>





◄   Reihenfolge der Autostart-Programme von Windows festlegen

Netanjahus Dilemma   ►

 

- Anzeige -


 
 
 
 
 


 
 
 
 



* kostenlos, 2x täglich

   
 
 
Arbeitsmarkt     Dax     Deutsche Bank     Eurozone     Export     Google     Guido Westerwelle     Hartz IV     Kindesmissbrauch     Kurzarbeit     Nahost-Konflikt     Papst     Philipp Rösler     Staatsverschuldung     Terrorismus     Wolfgang Schäuble     
 
  Niedrigste Schülerzahl seit der Wiedervereinigung

 

Studieren lohnt sich!

 

Studium an privater Hochschule wird immer beliebter

 

Obama geht das Thema Bildung an

 

Leichter Anstieg der Studierquote

 

  Andere News
 
 
 
adidas will von Erholung in 2011 profitieren

 

Deutsche Bank schließt Milliardenübernahme von Sal. Oppenheim ab

 

Insider: Verkauf von Siemens-Hörgerätesparte vorerst gescheitert

 

Eurex darf Produktpalette künftig auch in Québec vertreiben

 

Zur Vermeidung einer Kreditklemme: Bankenverband setzt auf aktiven Verbriefungsmarkt

 


 

 
März 2010
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

 
 
Nie mehr zu früh kommen

 

Macht Selbstbefriedigung mehr Spaß als die Liebe mit dem Partner?

 

Big City unter den Arm geklemmt: Die praktische Laptophülle im Großstadtdesign

 

Großes Interesse an E-Mail-Management und Cloud Computing: GROUP Business Software AG zieht erfolgreiche CeBIT-Bilanz

 

velia.net erstellt weltweites DNS-Netzwerk für Videocommunity sevenload

 

  Pressemitteilung veröffentlichen
 
 
 
 
 
 
Copyright 2004-2010  by net-tribune - DGIC Group OHG | Impressum | Archiv top Top

0.9177