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Geldholen kann Urlauber viel Geld kosten

veröffentlicht am 11.06.2009


Stolze 7,50 Euro Bankentgelt fürs Abheben von gerade einmal 50 Euro aus dem Geldautomaten? Unzählige Touristen ärgern sich Jahr für Jahr über die zum Teil saftigen Gebühren, die beim Geldholen im Ausland anfallen können.

 

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München - Stolze 7,50 Euro Bankentgelt fürs Abheben von gerade einmal 50 Euro aus dem Geldautomaten? Unzählige Touristen ärgern sich Jahr für Jahr über die zum Teil saftigen Gebühren, die beim Geldholen im Ausland anfallen können.


Reisende sollten sich noch daheim schlau machen, was sie der Einsatz von ec- und Kreditkarten im Urlaub kostet, rät Kerstin Backofen von «Finanztest». Mit einer optimal geplanten Reisekasse ließen sich teure Entgelt-Abzüge meist vermeiden.


Grundsätzlich gilt: Die ec-Karte ist in Ländern der Europäischen Union Zahlungsmittel Nummer eins. Rechnungen mit diesem Plastikgeld statt bar zu begleichen, ist am günstigsten. Das ist in der Eurozone kostenfrei.


Wer mit der ec-Karte Geld abheben will, muss allerdings aufpassen: Wie daheim auch wird man an institutsfremden Automaten EU-weit zur Kasse gebeten - in der Regel mit mindestens 3,50 bis 6 Euro, häufig auch mit 1 Prozent vom Abhebungsbetrag. Weil sich die Kosten schnell läppern können, sollten Urlauber nicht ständig neue Kleckerbeträge aus den Geldautomaten holen, sondern lieber einmal mehr abheben, raten Verbraucherschützer.


Wie hoch die Fremdgebühr ist, bestimmt nicht die ausländische Bank, sondern die eigene zu Hause. Deshalb lohnt es sich, schon vor der Abreise nachzufragen, bei welchen Partnerbanken am Ferienort das Geldabheben kostenfrei sein könnte. Auf keinen Fall darf aber das Geld ziehen in der Eurozone teurer sein als am Fremdautomaten in Deutschland, wie der Bundesverband deutscher Banken (BdB) betont.


Noch teurer kann die Bargeldbeschaffung per Kreditkarte sein. In der Euro-Zone müssen häufig 2 bis 4 Prozent des abgehobenen Betrags draufgezahlt werden, meist mindestens 5 bis 6 Euro - je nach Kartenfirma. Außerhalb der EU kommen noch einmal 1 bis 2 Prozent obendrauf. Der Urlauber zahlt also zweimal, um wieder flüssig zu werden: die Abhebungsgebühr plus das sogenannte Auslandseinsatzentgelt.


Wer außerhalb des Euroraums unterwegs ist, sollte ohnehin eine Kreditkarte dabei haben. Zum Mieten eines Leihwagens oder die Hotelreservierung ist sie in aller Regel nötig. Außerdem wird sie weltweit beim elektronischen Zahlen viel häufiger akzeptiert und verursacht weniger Kosten. Wer außerhalb der EU-Grenzen mit ec-Karte einkauft, wird häufig mit 1 Prozent vom Umsatz zur Kasse gebeten, meist aber mit mindestens 0,75 bis 1 Euro. Bei kleinen Summen kann deshalb ein Vielfaches an Gebühren anfallen, je nach Kostenmodell der Bank.


Eine preiswerte Alternative für die Reisekasse kann die Kreditkarte auf Guthabenbasis sein. Sie ist ratsam für Jugendliche und all die, die keine «normale» Kreditkarte bekommen. Ausgeben kann man dann nur das, was an Guthaben darauf ist. In Euro-Ländern lässt sich damit ebenfalls gebührenfrei einkaufen. Einziger Haken: Das Geldabheben ist in der Regel teuer, bis zu 5 Euro innerhalb der EU pro Vorgang. Gelegentlich fallen auch 2 bis 3 Prozent vom Umsatz an. Im EU-Ausland kommenden dann oft noch einmal 1 bis 1,75 Prozent Entgelt obendrauf.


Auch wer schon daheim Geld für sein Reiseziel tauschen will, sollte an die Gebühren denken. Sich mit der Landeswährung einzudecken ist per ec-Karte am Geldautomaten im Gastland in der Regel billiger als am Schalter in Deutschland, erläutert der BdB. In Hartwährungsländern wie Großbritannien, Norwegen oder Dänemark kommt dagegen ein Umtausch daheim billiger.


Wichtig: Kommt Plastikgeld weg, sollten Karten sofort gesperrt werden, und zwar über die Telefonnummer 116 116, aus dem Ausland mit der Vorwahl 0049.  (© AP)



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