Anti-Doping-Agentur erweitert Verbotsliste
veröffentlicht am 22.09.2010

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat auf einem Treffen in Montreal die Liste der verbotenen leistungssteigernden Substanzen erweitert. Dabei wurde eine neue Klasse eingeführt, die alle jene Medikamente umfasst, die noch nicht offiziell zugelassen, aber bereits auf dem Schwarzmarkt erhältlich sind.
London - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat auf einem Treffen in Montreal die Liste der verbotenen leistungssteigernden Substanzen erweitert. Dabei wurde eine neue Klasse eingeführt, die alle jene Medikamente umfasst, die noch nicht offiziell zugelassen, aber bereits auf dem Schwarzmarkt erhältlich sind.
Beispielsweise sei der EPO-Nachfolger CERA erst Mitte des Jahres 2008 auf den Markt gekommen, aber bereits seit 2005 unter der Hand zu haben gewesen, sagte WADA-Direktor David Howman der Nachrichtenagentur AP. Nachdem 2008 ein Test für CERA entwickelt worden war, wurden in dem Jahr vier Fahrer der Tour de France des Dopings überführt.
Weitere auf dem Treffen am vergangenen Wochenende beschlossene Änderungen betreffen Mittel, die für veterinärmedizinische Zwecke entwickelt aber auch zur Behandlung von Menschen benutzt wurden. Diese seien über illegale Wege auch noch lange nachdem ihre Produktion eingestellt wurde verfügbar, sagte Howman. Sie wurden neu in die Liste der verbotenen Mittel aufgenommen.
Dagegen wurde die Substanz Methylhexaneamine von dem Gremium herabgestuft. Diese Substanz sei bis in die 70er Jahre in der Medizin genutzt worden und tauche mittlerweile in Nahrungsergänzungsmitteln und Speiseölen auf, teilte die WADA mit. Für positiv auf Methylhexaneamine getesteten Athleten bedeutet dies, dass sie, falls sie nachweisen können, dass sie die Substanz versehentlich und nicht mit der Absicht ihre Leistung zu steigern zu sich genommen haben, mit einer Verwarnung statt einer Sperre davonkommen könnten. Die nun verabschiedete WADA-Liste der verbotenen Substanzen tritt mit dem 1. Januar 2011 in Kraft. (© AP)




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