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07. September 2010

Deutschland gehen vor allem die studierten Fachkräfte aus



Berlin - Auf Deutschland kommt ein Mangel an studierten Fachkräften zu. Nach der OECD-Studie «Bildung auf einen Blick» ist die Zahl von Studienabsolventen in Deutschland die geringste im internationalen Vergleich. Es müsse mehr getan werden, «um dem sich abzeichnenden Fachkräftemandel entgegenzuwirken», teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Berlin mit.

Es sei vor allem wichtig «Studienberechtigten aus einkommensschwachen oder bildungsfernen Familien», ein Studium zu ermöglichen, sagte Heino von Meyer von der OECD in Berlin. Deutschland sei «das Land mit geringsten Studienneigung» in der OECD. Auch die deutschen Bildungsausgaben seien zu gering, monierte die Organisation in einer in Berlin vorgestellten Studie. Mit 4,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und rückläufiger Ausgabetendenz, liege Deutschland bei den Bildungsinvestitionen auf einem der letzten Plätze im internationalen Vergleich.

Auch die Wachstumsraten bei Universitätsabschlüssen seien nicht ausreichend. Während in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Arbeitnehmer mit Hochschulabschluss nur um 0,9 Prozent zunahm, seien es im OECD-Durchschnitt 4,6 Prozent gewesen. Gute Noten verteilt die Studie für die berufliche Ausbildung, die dual in Betrieben und Berufsschulen stattfindet. Jedoch sollten «den Leistungen in der Berufsschule eine größere Aufmerksamkeit geschenkt werden», erklärte die OECD.

«Manche Schülerinnen und Schüler verfügen nach Abschluss der Pflichtschulzeit nur über unzureichende allgemeine Basiskompetenzen», beklagt die Studie. Die OECD-Bildungsstudie wird jährlich in allen 30 OECD-Mitgliedsstaaten erhoben und berücksichtigt vor allem die Rahmenbedingungen des Bildungssystems.


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