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03. September 2010

Westerwelle nun doch nicht "irreparabel beschädigt", Herr Röttgen?



Berlin - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat sich bei Außenminister Guido Westerwelle (FDP) dafür entschuldigt, dass er ihn als «irreparabel beschädigt« bezeichnet hatte. Die Entschuldigung sei am Donnerstagabend in einem Telefonat erfolgt, sagte seine Sprecherin Christiane Schwarte am Freitag in Berlin vor Journalisten. Der Außenminister habe die Entschuldigung akzeptiert.

Röttgen schätze Westerwelle außerordentlich und setze auf eine gute Zusammenarbeit mit ihm, sagte sein Sprecher. Westerwelles Sprecher Stefan Bredohl erklärte, die Angelegenheit sei damit für den Außenminister ausgeräumt.

Anlass war eine Reportage des Magazins «Stern«. Darin spricht ein CDU-Wähler Röttgen an mit dem Satz: «Sie müssen den Westerwelle an die Kandare nehmen, der schadet uns allen.« Röttgen habe sich umgeschaut und dann gesagt: «Im Grunde haben Sie recht. Die FDP liegt ja nicht zufällig bei vier Prozent. Ich halte den Westerwelle für irreparabel beschädigt.«

Schwarte ergänzte, es habe sich um eine «nicht autorisierte Äußerung« Röttgens gehandelt. Ein Eingreifen der Kanzlerin sei im Übrigen nicht notwendig gewesen. Röttgen habe sofort versucht, Westerwelle zu erreichen, als er die Veröffentlichung gesehen habe. Westerwelle war allerdings gerade auf einer Auslandsreise nach London, Dublin und Malta. Eine Zeitung hatte am Freitag berichtet, Westerwelle sei für Röttgen nicht zu sprechen gewesen.


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