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Zuckergabe bei Neugeborenen nicht schmerzlindernd

veröffentlicht am 03.09.2010


Vor invasiven Eingriffen wie etwa einer Blutentnahme bekommen Neugeborene Zucker zur Schmerzmilderung. Eine britische Studie stellt diese Praxis in Frage. Demnach beeinflusst Zucker das Schmerzempfinden von Babys nicht, sondern lediglich die Gesichtsmimik.

 

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London - Vor invasiven Eingriffen wie etwa einer Blutentnahme bekommen Neugeborene Zucker zur Schmerzmilderung. Eine britische Studie stellt diese Praxis in Frage. Demnach beeinflusst Zucker das Schmerzempfinden von Babys nicht, sondern lediglich die Gesichtsmimik.


Die Mediziner des London University College prüften den Effekt von Zucker an 59 Neugeborenen. Kurz vor einem Fersenstich bekamen 29 Kinder wie üblich eine Zuckerlösung, die übrigen dagegen nur Wasser. Die per EEG gemessene Schmerzaktivität des Gehirn war in beiden Grippen ähnlich, auch den Wegzugreflex des Beins beeinflusste die Zuckergabe nicht.


Aber bei jedem dritten Kind, das Zucker erhielt, änderte sich beim Einstich der Gesichtsausdruck nicht, während alle Babys, die Wasser bekommen hatten, mimisch auf den Schmerz reagierten. Möglicherweise hemme Zucker die Mimik, vermuten die Forscher im Fachblatt «The Lancet«. Da die Folgen einer häufigen Zuckergabe nicht klar seien, solle man diese Praxis bis zur Klärung dieser Frage nicht mehr routinemäßig verwenden.  (© AP)



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