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Geiselnahme bei Discovery Channel mit tödlichem Schuss beendet

veröffentlicht am 02.09.2010


In der Zentrale des US-Fernsehsenders Discovery Channel hat die Polizei einen Geiselnehmer erschossen, der drei Menschen in seine Gewalt gebracht hatte. Die Geiseln blieben unverletzt. Die meisten der insgesamt 1.900 Mitarbeiter in der Konzernzentrale in einem Vorort von Washington hatten das Gebäude nach Polizeiangaben bereits zuvor sicher verlassen.

 

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Silver Spring - In der Zentrale des US-Fernsehsenders Discovery Channel hat die Polizei einen Geiselnehmer erschossen, der drei Menschen in seine Gewalt gebracht hatte. Die Geiseln blieben unverletzt. Die meisten der insgesamt 1.900 Mitarbeiter in der Konzernzentrale in einem Vorort von Washington hatten das Gebäude nach Polizeiangaben bereits zuvor sicher verlassen. Motiv der Geiselnahme am Mittwoch war offenbar der Ärger des Mannes über das Programm des Senders, dem er vorwarf, nicht genug für die Rettung der Erde zu tun und Bevölkerungswachstum zu propagieren.


Der Geiselnehmer gelangte den Angaben zufolge gegen 13.00 Uhr durch den Haupteingang in das Gebäude. Er nahm dann zwei Mitarbeiter des Senders und einen Wachmann als Geiseln. Die Polizei verhandelte vier Stunden lang mit ihm. Der Mann hatte eine Faustfeuerwaffe bei sich, außerdem hatte er vier Sprengsätze an seinem Körper befestigt.


Dabei handelte es sich laut Polizeichef Thomas Manger um zwei Propangaskanister, an denen Rohre mit Munitionshülsen befestigt waren, sowie um zwei Rohrbomben. Manger erklärte, ein Sprengsatz sei detoniert, als die Polizisten auf den Geiselnehmer geschossen hätten. Der Mann habe mindestens einen Schuss abgegeben.


Aus Polizeikreisen verlautete, bei dem Geiselnehmer handele es sich vermutlich um einen 43-jährigen Mann namens James L., der in der Vergangenheit als Umweltaktivist vor dem Sender protestiert habe. Medienberichten zufolge wurde er 2008 festgenommen, nachdem er vor dem Gebäude Tausende Dollar in die Luft warf. Mit der Aktion wollte er nach eigenen Worten dagegen protestieren, dass das Programm von Discovery nichts zur Rettung der Erde unternehme.  (© AP)



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