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Extreme Wetterlagen werden noch extremer

veröffentlicht am 02.09.2010


Die Sommer werden immer heißer und die Niederschläge stärker. Extreme Wetterlagen werden in den kommenden Jahren aller Voraussicht heftiger werden und weiter zunehmen, befürchten Umweltbundesamt (UBA) und Deutscher Wetterdienst. Vor Beginn einer gemeinsamen Veranstaltung sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth am Donnerstag in Dessau: «Die aktuellen Überschwemmungen in Pakistan, die langanhaltenden Hitzewellen in Russland und Japan und das Hochwasser in Sachsen entsprechen den Erwartungen der Klimaforschung über die Zunahme von Extremwetterereignissen.«

 

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Dessau - Die Sommer werden immer heißer und die Niederschläge stärker. Extreme Wetterlagen werden in den kommenden Jahren aller Voraussicht heftiger werden und weiter zunehmen, befürchten Umweltbundesamt (UBA) und Deutscher Wetterdienst. Vor Beginn einer gemeinsamen Veranstaltung sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth am Donnerstag in Dessau: «Die aktuellen Überschwemmungen in Pakistan, die langanhaltenden Hitzewellen in Russland und Japan und das Hochwasser in Sachsen entsprechen den Erwartungen der Klimaforschung über die Zunahme von Extremwetterereignissen.«


Bei der gemeinsamen Veranstaltung mit dem Deutschen Wetterdienst steht die Forschung des Bundes zur Anpassung an den Klimawandel im Mittelpunkt. Wegen der zunehmenden Zahl extremer Wetterereignisse sei es wichtig, sich frühzeitig auf die Folgen vorzubereiten, forderte Flasbarth. Zwar lasse sich keine Hitzewelle oder Überschwemmung in diesem Sommer allein dem globalen Klimawandel zuordnen, bestätige jedoch den zunehmenden Trend solcher Wetterextreme.


Beide Institutionen kündigten an, extremen Wetterereignissen und ihren Folgen daher in Zukunft größere Aufmerksamkeit widmen. Sie sähen es als ihre Aufgabe an, die Bundesregierung bei der Festlegung von Anpassungsmaßnahmen, Normen und technischen Regelwerken zu beraten. Insbesondere bei langfristigen Investitionen wie beim Bau von Gebäuden, Straßen oder Kraftwerken müssten künftige Klimaverhältnisse stärker berücksichtigt werden.


Schon heute belasten Hitzeperioden die Gesundheit vieler Menschen, erinnerte das Umweltbundesamt. In Bürogebäuden zum Beispiel bergen große Glasfassaden oder zu kleine Klimaanlagen gesundheitliche Gefahren. Was es bedeutet, wenn Klimaanlagen nicht für heftige Hitzeperioden ausgelegt sind, mussten in diesem Sommer zahlreiche ICE-Reisende erleben.


In einer gemeinsamen Mitteilung wiesen UBA und Wetterdienst zudem darauf hin, dass die Bundesregierung bereits im Dezember 2008 mit einer Anpassungsstrategie an den Klimawandel reagiert hat. Für 15 Handlungsfelder und ausgewählte Regionen sind darin mögliche Klimafolgen und erste Handlungsoptionen skizziert, um Risiken für die Bevölkerung, Umwelt und Wirtschaft vorzubeugen. Als nächster Schritt sei ein Aktionsplan Anpassung« vorgesehen.  (© AP)


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