Home  >  Local  >  Niedersachsen

Zweifel an Anschlag auf Putenbetrieb

veröffentlicht am 26.08.2010


Nach dem Feuer in der Putenbrüterei Grotelüschen im niedersächsischen Ahlhorn haben die Ermittler bislang keinen Anhaltspunkt für einen Brandanschlag gefunden. Der Brand in einer Papiermülltonne könne auf eine weggeworfene Zigarettenkippe zurückgehen oder von Jugendlichen gelegt worden sein, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Oldenburg Rainer du Mesnil de Rochemont am Mittwoch. «Einen Hinweis auf einen Anschlag haben wir gegenwärtig überhaupt nicht», betonte er.

 

Kommentare: 0

 

Oldenburg - Nach dem Feuer in der Putenbrüterei Grotelüschen im niedersächsischen Ahlhorn haben die Ermittler bislang keinen Anhaltspunkt für einen Brandanschlag gefunden. Der Brand in einer Papiermülltonne könne auf eine weggeworfene Zigarettenkippe zurückgehen oder von Jugendlichen gelegt worden sein, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Oldenburg Rainer du Mesnil de Rochemont am Mittwoch. «Einen Hinweis auf einen Anschlag haben wir gegenwärtig überhaupt nicht», betonte er.


Unterdessen startete die CDU-Landtagsfraktion in Hannover wegen des vermuteten Anschlags gegen die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen eine Initiative gegen «Gewalt unter dem Deckmantel des Tierschutzes». Sie übermittelte den anderen Fraktionen des Landesparlamentes den Text einer Resolution, die unter anderem das Feuer in der Papiermülltonne «auf das Schärfste» als Brandanschlag verurteilt. Ziel sei es die Resolution, noch diese Woche zusammen mit den anderen Fraktionschef zu verabschieden, erklärte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Björn Thümler.


Demgegenüber wies die Staatsanwaltschaft darauf hin, dass nach dem Brand in der Putenbrüterei Grotelüschen kein Bekennerschreiben veröffentlicht worden sei. Man habe am Tatort auch kein auf Tierschützer hindeutendes Graffiti gefunden, sagte Staatsanwalt du Mesnil de Rochemont. «Es ist reine Spekulation, dass es Tierschützer gewesen sein könnten», fügte er hinzu.


Die niedersächsische Landwirtschaftministerin Grotelüschen, deren Mann die Brüterei betreibt, war in die Kritik geraten, nachdem Tierschützer Filmaufnahmen aus dem Unternehmen wirtschaftlich verbundenen Putenmastbetrieben veröffentlicht hatten.


Das Feuer in einer Papiermülltonne der Putenbrüterei hatte ein Wachmann in der Nacht zum vergangenen Samstag entdeckt und umgehend mit Hilfe eines Feuerlöschers erstickt. Dabei zog er sich leichte Verletzungen zu, weil er aufgewirbeltes Löschpulver einatmete.


Ein Sprecher der Staatskanzlei erklärte, Ministerpräsident David McAllister (CDU) sei noch am Samstag über den Mülltonnenbrand informiert worden.  (© AP)



Schreiben Sie ein Kommentar! 

Kommentar zum Thema "Zweifel an Anschlag auf Putenbetrieb"

  Max. 25 Zeichen
 
 
 
  Sicherheitscode

Nur Kleinbuchstaben und Zahlen

 
 
"Zweifel an Anschlag auf Putenbetrieb"
PaterBrown am 27.08.2010 - 12:35 Uhr:
Das ist doch alles Ablenkung von dem eigentlichen Problem, dass nämlich in jeder Massentierhaltung Tiere massiv gequält werden, weil nur so Profit gemacht werden kann. Frau FGrotelüschen ist in Ihrer Funktion als Ministerin untragbar, weil sie vom Qualsystem profitiert. Sie MUSS zurücktreten.
net-tribune

"Zweifel an Anschlag auf Putenbetrieb"
Antonietta am 27.08.2010 - 12:13 Uhr:
Nachdem die Puten in qualvoller Enge in Mastbetrieben zusammengepfercht worden sind, geht die Qual nun auf dem Transport zum Schlachthof weiter. Immer wieder beobachten wir Transporter, die völlig überladen sind und mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Nachtbrettern. Puten werden primär nachts transportiert, denn bei Dunkelheit schlafen die Tiere. Blutende Wunden und Knochenbrüche sind u.a. die Folgen der todbringenden Tiertransporte – auch hier geht’s oftmals nur um’s Geld.
net-tribune

 

Twitter