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31. Juli 2010

Dr. Motte hält offenbar "alle in NRW oder Duisburg" für befangen



Frankfurt/Main - Loveparade-Gründer Dr. Motte hat in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert, einer Staatsanwaltschaft außerhalb Nordrhein-Westfalens die Ermittlungen zur Katastrophe in Duisburg zu übergeben. Die Duisburger Staatsanwaltschaft solle «entlastet» werden, da «ich vermute, dass alle in NRW oder Duisburg befangen sind», schreibt Dr. Motte alias Matthias Roeingh in dem Brief, wie der Branchendienst «MusikWoche» berichtet.

In dem Brief erhebt der Loveparade-Gründer dem Bericht zufolge schwere Vorwürfe gegen den Bundestagsabgeordneten und Kreisparteivorsitzenden der CDU Duisburg, Thomas Mahlberg. Er bezieht sich dabei auf einen Brief, den Mahlberg an den damaligen NRW-Innenminister Ingo Wolf geschrieben haben soll.

In dem mittlerweile von der Website des Politikers gelöschten Brief habe Mahlberg den ehemaligen Polizeipräsidenten von Duisburg, Rolf Cebin, der Nörgelei in Sachen Auswahl des Austragungsgeländes und Sicherheitmaßnahmen der Loveparade in Duisburg beschuldigt, schreibt Dr. Motte.

Durch die Massenpanik bei der Loveparade am vergangenen Samstag sind 21 Menschen gestorben, über 500 wurden zum Teil schwer verletzt.


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