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25. Juli 2010
Spanien rückt von Infrastrukturprojekten ab
Madrid - Spanien will ein Fünftel seiner geplanten öffentlichen Investitionen streichen oder aufschieben. Von insgesamt 1.116 bereits bewilligten Infrastrukturprojekten werde man 230 kassieren oder um bis zu vier Jahre verschieben, sagte Entwicklungsminister José Blanco am Donnerstag. Damit fallen die Vorhaben jenem Sparplan zum Opfer, mit dem die Regierung das aufgeblähte Haushaltsdefizit in den Griff bekommen will.
Spanien will in diesem Jahr seine Ausgaben um 15 Milliarden Euro senken. Bis 2013 muss Spanien seine enorme Neuverschuldung von zuletzt 11,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf den im EU-Stabilitätspakt vorgeschriebenen Höchstwert von drei Prozent drücken. Die Regierung in Madrid räumt ein, dass die vereinbarten Maßnahmen den wirtschaftlichen Aufschwung bremsen könnten. Derzeit hat das Land eine Arbeitslosenquote von 20 Prozent.
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