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25. Juli 2010
Karstadt-Streit: Einigung nähergerückt
Berlin - Im Streit zwischen Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und dem Vermieter-Konsortium Highstreet ist eine Lösung nähergerückt. Die US-Investment-Bank Goldman Sachs, die 51 Prozent am Vermieter-Konsortium hält, habe weitere Konzessionen beim Mietvertrag gemacht, sagte ein Highstreet-Sprecher am Sonntag auf DAPD-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der «Bild am Sonntag».
Für Mittwoch hat Highstreet dem Sprecher zufolge zu einer Gläubigerversammlung geladen. «Wir gehen von einer Zustimmung aller Gläubiger aus und hoffen, dass die Berggruen-Holding jetzt im Sinne aller Karstadt-Mitarbeiter handelt. Wir als Vermieter stellen uns damit unserer Verantwortung», sagte der Europachef der US-Investment-Bank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, der Zeitung.
Berggruen müsse nun beweisen, dass er Karstadt wie versprochen ohne Entlassungen und Filial-Schließungen in die Zukunft führen könne. «Es bleiben unsere Fragezeichen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Unternehmenskonzepts der Berggruen-Holding bestehen», fügte Dibelius hinzu. Er hoffe, dass der konstruktive Einsatz von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und die Vorfestlegung von ver.di auf Berggruen sich auszahle, hieß es weiter.
Einigt sich die Gläubigerversammlung auf Berggruen, kann das Insolvenzgericht dem Bericht zufolge am 10. August dem Insolvenzplan zustimmen. Dann werde Berggruens Kaufvertrag rechtskräftig. «Wir freuen uns zu hören, Highstreet beabsichtige den Vertragsvorschlag zu akzeptieren, dem die Kreditgeber und weitere Gläubiger bereits zugestimmt haben», sagte Berggruen der «Bild am Sonntag».

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