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24. Juli 2010

ver.di warnt vor Stellenabbau in Bundesdruckerei



Berlin - Die Gewerkschaft ver.di hat die Bundesbank für deren Vergabepraxis beim Druck von Euro-Scheinen kritisiert. Im August solle erstmals seit Einführung der Gemeinschaftswährung ein Großteil des Euro-Bedarfs der Bundesbank an niederländische und französische Druckereien vergeben werden. In Deutschland würden nur 20 Prozent bleiben, kritisierte die Dienstleistungsgewerkschaft am Donnerstag in Berlin.

Die Bundesdruckerei in Berlin solle darüber hinaus ab 2011 gar keine Scheine mehr drucken, die zweite Banknoten-Druckerei Giesecke & Devrient in München nur noch weniger als die Hälfte der Vorjahresmengen, hieß es. Damit seien an beiden Standorten rund 400 Arbeitsplätze gefährdet.

Die Bundesbank schreibe ihren Banknoten-Bedarf seit Jahren europaweit aus, obwohl es weder einen europäischen Markt für Euro-Scheine noch einen fairen Wettbewerb gebe, beschweren sich die Gewerkschafter. Damit stelle Deutschland 30 Prozent des jährlich für alle europäischen Notenbank-Druckereien ausgeschriebenen Euro-Bedarfs. Die deutschen Druckereien hätten keine Chance, sich um Kontingente anderer Notenbanken zu bewerben, da das Gros der Länder seine Aufträge an die jeweils eigenen Staatsdruckereien vergebe.

Eine Verpflichtung zur europaweiten Ausschreibung bestehe erst ab 2012, hieß es weiter.


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