Kinderporno-Prozess: Britischer Kindermörder bekennt sich schuldig

veröffentlicht am 24.07.2010


Ein 1993 wegen Mordes an einem Zweijährigen verurteilter Brite hat sich in einem neuen Prozess des Herunterladens und der Verbreitung von Kinderpornografie schuldig bekannt. Der 27-jährige John Venables wurde am Freitag von einem Londoner Gericht zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er Dutzende kinderpornografische Fotos aus dem Internet heruntergeladen und verbreitet haben soll. Der inhaftierte Brite hatte über eine Videoverbindung vor dem Gericht ausgesagt.

 

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London - Ein 1993 wegen Mordes an einem Zweijährigen verurteilter Brite hat sich in einem neuen Prozess des Herunterladens und der Verbreitung von Kinderpornografie schuldig bekannt. Der 27-jährige John Venables wurde am Freitag von einem Londoner Gericht zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er Dutzende kinderpornografische Fotos aus dem Internet heruntergeladen und verbreitet haben soll. Der inhaftierte Brite hatte über eine Videoverbindung vor dem Gericht ausgesagt.


1993 wurde Venables zu einem der berüchtigtsten Verbrecher Großbritanniens: Der damals erst Zehnjährige und ein Gleichaltriger entführten den zwei Jahre alten James Bulger aus einem Einkaufszentrum in Nordengland und brachten ihn an eine abgelegene Bahnlinie. Dort schlugen sie mit Ziegelsteinen und einer Eisenstange auf das Kleinkind ein und schütteten ihm Farbe in die Augen. Anschließend ließen sie den Jungen auf den Gleisen zurück, wo er von einem Zug überrollt wurde.


Die beiden Zehnjährigen wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, kamen jedoch 2001 wieder auf freien Fuß. Nach ihrer Entlassung erhielten sie andere Namen. In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme sagte Venables, er denke täglich an den Mord von James Bulger und schäme sich aufrichtig dafür, Fotos von Kindesmissbrauch angesehen zu haben.  (© AP)



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