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Robbie Williams: Zurück auf Start

veröffentlicht am 17.07.2010


Nach 15 Jahren einer sagenhaft erfolgreichen Solokarriere knüpft Superstar c wieder an die Anfänge seiner Musikerlaufbahn an. Am Donnerstag eröffnete der 36-Jährige, dass Ende des Jahres ein neues Take That-Album in die Läden kommt, auf dem erstmals seit Williams Ausscheiden aus der Band 1995 wieder alle fünf Originalmitglieder zu hören sein werden.

 

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Frankfurt/Main - Nach 15 Jahren einer sagenhaft erfolgreichen Solokarriere knüpft Superstar c wieder an die Anfänge seiner Musikerlaufbahn an. Am Donnerstag eröffnete der 36-Jährige, dass Ende des Jahres ein neues Take That-Album in die Läden kommt, auf dem erstmals seit Williams Ausscheiden aus der Band 1995 wieder alle fünf Originalmitglieder zu hören sein werden.


Für Millionen Fans war es damals ein Schock und für Take That der Anfang vom vorläufigen Ende - aber für den damals 21-jährigen Williams entpuppte sich sein Rauswurf aus der Band als Beginn einer unglaublichen Solokarriere. Noch ein paar Monate versuchten es seine früheren Kollegen zu viert, doch 1996 löste sich Take That auf. Weder Gary Barlow, der als Kopf der Band galt, noch Mark Owen, der Mädchenschwarm, konnten in den folgenden Jahren auch nur annähernd mit Williams Erfolgen mithalten.


Allerdings verlief auch Williams' Start in die Solokarriere anfangs schleppend. Sein Singledebüt mit dem George-Michael-Cover «Freedom» war zunächst nur ein Achtungserfolg. Auch sein Debütalbum «Life Thru a Lens» riss noch niemanden vom Hocker.


Zu dieser Zeit wurde auch Williams' gesundheitlicher Zustand immer bedenklicher. Schon zu Take-That-Zeiten sorgten seine ausschweifenden Partyaktivitäten und seine Drogen- und Alkoholexzesse regelmäßig für Schlagzeilen. 1997 griff Elton John ein und brachte ihn in eine Entzugsklinik.


Kurz darauf hatte Williams mit dem Titel «Angel» seinen ersten großen Erfolg. Mit diesem Song emanzipierte er sich endgültig von seiner früheren Boyband und etablierte sich als Solokünstler.


Von da an erklomm er den Gipfel des Pop-Olymp. Titel um Titel platzierte er in den oberen Rängen der Charts. Allein im Jahr 2000 landete er mit «Rock DJ», im Duett mit Kylie Minogue mit «Kids» und mit «Supreme» auf den Plätzen eins, zwei und vier der britischen Charts. Was er anpackte, wurde ein Erfolg. Selbst sein atypisches Swingalbum «Swing When You're Winning» begeisterte nicht nur seine alten Fans, sondern bescherte ihm ab 2001 auch viele neue.


Sein 2002 mit der Musikfirma EMI geschlossener Plattenvertrag, der ihm rund 120 Millionen Euro für sechs Alben garantierte, war der bis dahin höchstdotierte der englischen Musikgeschichte. Insgesamt verkaufte Williams über 50 Millionen Platten. Kein anderer Künstler hat je bei den Brit-Awards so abgeräumt wie er - insgesamt 15 Mal.


Mitte der 2000er gab es kein Stadion, das der Entertainer nicht füllten konnte - mit Ausnahme von Nordamerika, wo Williams als Künstler nie richtig Fuß fassen konnte. Im englischen Knebworth kamen hingegen an drei aufeinanderfolgenden Tagen 125.000 Menschen zu seinen Konzerten. Für seine Welttournee 2006 wurden innerhalb eines Tages 1,6 Millionen Tickets verkauft: Weltrekord.


Trotz aller Erfolge kämpfte er immer mit seinen Dämonen. Williams selbst sprach immer wieder von Abstürzen und Exzessen. Er leide unter Depressionen, gegen die er Medikamente nehme, hieß es. «Die Maschinerie der Musikindustrie macht mich zunehmend krank», sagte Williams 2007 dem «Spiegel». Was folgte, war eine weitere Entziehungskur 2007. Er glaube, wenn er die nicht gemacht hätte, wäre er gestorben, bekannte Williams im vergangenen Jahr.


Nach drei Jahren ohne Neuveröffentlichung meldete sich Williams im Jahr 2009 mit dem Album «Reality Killed The Radio Star» zurück und schien noch einmal kurzzeitig an frühere Erfolge anknüpfen zu können.


Mittlerweile hatten sich schon die vier restlichen Mitglieder von Take That wieder zusammengefunden. Mit ihrer Comebacksingle «Paradise» landeten Williams' ehemalige Bandkollegen 2006 auf Anhieb in mehreren europäischen Ländern an der Spitze der Charts. Auch ihre folgenden Alben waren durchaus erfolgreich.


Begonnen hat Williams' Geschichte 1990 mit der Gründung von Take That. Fünf Jungs, die aus Tausenden von Bewerbern herausgesucht wurden und als Boyband Millionen weiblicher Teenager begeisterten. 2010 geht es weiter mit fünf Männern, die sich seit 20 Jahren kennen und sich nach einer langen Pause mal wieder getroffen haben, um gemeinsam Musik zu machen. Es wird spannend sein zu hören, was dabei herauskam.  (© AP)



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