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Alles neu bei Woolworth

veröffentlicht am 01.07.2010


Mehr als ein Jahr nach der Insolvenz hat die Warenhauskette Woolworth neue Eigentümer. Die aktuell rund 150 Filialen mit 4.300 Mitarbeitern sind am Donnerstag in den Besitz der zur Tengelmann-Gruppe gehörenden HH Holding übergegangen, wie die neue Geschäftsführung mitteilte. An der Holding beteiligt sind Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub und KiK-Gründer und Geschäftsführer Stefan Heinig.

 

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Frankfurt/Main - Mehr als ein Jahr nach der Insolvenz hat die Warenhauskette Woolworth neue Eigentümer. Die aktuell rund 150 Filialen mit 4.300 Mitarbeitern sind am Donnerstag in den Besitz der zur Tengelmann-Gruppe gehörenden HH Holding übergegangen, wie die neue Geschäftsführung mitteilte. An der Holding beteiligt sind Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub und KiK-Gründer und Geschäftsführer Stefan Heinig.


Standort der Verwaltung ist den Angaben zufolge ebenfalls seit Donnerstag das westfälische Unna. Die Zentrale in Frankfurt am Main ist damit Vergangenheit. Geleitet wird das neue Woolworth vom ehemaligen Kik-Manager Dieter Schindel. Der 46-Jährige verantwortete bei dem Textildiscounter Vertrieb, Marketing und Expansion.


«Wir sind alle fest überzeugt, dass der Neuanfang gelingt. Das Kaufhaus lebt - wenn man es richtig macht», sagte Schindel. Mit einem «attraktiven Sortiment, einem moderneren Auftritt, erfahrenen Mitarbeitern und schlankeren Strukturen» will der Geschäftsführer alte Woolworth-Kunden zurückholen und ein neues, junges Publikum gewinnen.


Langfristiges Ziel sei der sukzessive Ausbau des Billigkaufhauses auf 500 Geschäfte deutschlandweit. Die bestehenden Filialen sollen zudem renoviert und auf ein «optimiertes Markenbild» umgestellt werden, hieß es.


Der Discounter hatte im April vergangenen Jahres Konkurs angemeldet. Von den ursprünglich 310 Filialen des Billigkaufhauses gingen 150 in die Hände neuer Betreiber oder wurden geschlossen. In den übrigen Geschäften wurde ein neues Konzept mit einem kleineren Sortiment umgesetzt. Rund 5.000 Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Das Unternehmen schreibt nach Angaben des ehemaligen Insolvenzverwalters Otto Hermann wieder schwarze Zahlen.  (© AP)



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