Notsignale aufgefangen: 16-Jährige Weltumseglerin muss gerettet werden

veröffentlicht am 11.06.2010


Die 16-jährige Solo-Weltumseglerin Abby Sunderland ist vermutlich mitten im Indischen Ozean in Seenot geraten. Eine internationale Rettungsaktion wurde am Donnerstag eingeleitet, nachdem Notsignale von ihrem Boot empfangen wurden und die normale Kommunikation mit der Seglerin abbrach, teilten die Familie und eine Sprecherin der australischen Sicherheitsbehörde für Seefahrt am Donnerstag mit.

 

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Los Angeles - Die 16-jährige Solo-Weltumseglerin Abby Sunderland ist vermutlich mitten im Indischen Ozean in Seenot geraten. Eine internationale Rettungsaktion wurde am Donnerstag eingeleitet, nachdem Notsignale von ihrem Boot empfangen wurden und die normale Kommunikation mit der Seglerin abbrach, teilten die Familie und eine Sprecherin der australischen Sicherheitsbehörde für Seefahrt am Donnerstag mit.


Die Familie zeigte sich davon überzeugt, dass die 16-Jährige noch am Leben ist. Die Notsignale seien manuell eingeschaltet und nicht automatisch ausgelöst worden. «Sie hat all das Wissen, das sie braucht, um das zu tun, was sie tun muss», sagte ihr Bruder Zac, mit 17 Jahren selbst ein erfahrener Weltumsegler. «Sie hat auch die Ausrüstung, die sie braucht.»


Eine Sprecherin der australischen Sicherheitsbehörde für Seefahrt, Carly Lusk, sagte, von der französischen Insel Reunion aus seien drei Schiffe aufgebrochen, nach Sunderland zu suchen. Zudem sei in Perth ein Flugzeug gestartet, das in vier Stunden Abbys Position mitten im Ozean - sowohl rund 3.200 Kilometer von Afrika als auch Australien entfernt - erreichen könnte. Die Schiffe benötigen mindestens einen Tag dafür, hieß es.


Ein Mitglied des Sunderland unterstützenden Teams, Jeff Casher, sagte, die beiden Notrufsender sendeten weiterhin und GPS-Daten ließen erkennen, dass sie beide zusammen mit einer Geschwindigkeit von einem Kilometer pro Stunde im Ozean treiben. Er vermutete, dass sie sich weiterhin auf Abbys Boot befinden - sie könnten aber auch mit ihr in einem Rettungsfloß sein, fügte er hinzu.


Casher sagte, das Segelboot könnte gekentert und Abby noch immer an Bord sein; der Mast könnte beschädigt sein oder sie könnte sich verletzt haben und deshalb nicht mehr in der Lage sein, das Boot zu steuern. Sollte das Boot gekippt sein, könnte der Rumpf ein Verbindung per Satellitentelefon blockieren.


Sunderland begann ihre Fahrt am 23. Januar in Marina del Rey in Kalifornien. Damals wollte sie noch jüngste Solo-Weltumseglerin werden. Nach anfänglichen technischen Problemen gab sie dieses Vorhaben auf, setzte die Reise aber fort. Laut ihrer Website verließ sie am 21. Mai Kapstadt.


Jetzt müsse schnell ein Flugzeug nach ihr suchen, erklärte ein Sprecher der Familie, Christian Pinkston. In diesem Teil der Welt könne es für jeden Segler schnell gefährlich werden. Die Familie spreche deshalb mit dem US-Außenministerium, der US-Küstenwacht und internationalen Rettungsorganisationen.


Im letzten Funkkontakt berichtete Sunderland von bis zu neun Meter hohen Wellen. Von einer Notlage war aber noch nicht die Rede.  (© AP)



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