British Airways wird von Flugbegleitern bestreikt
veröffentlicht am 24.05.2010

Die Flugbegleiter der Fluggesellschaft British Airways (BA) haben am Montag einen fünftägigen Streik begonnen, nachdem die Geschäftsführung am Sonntagabend ein letztes Verhandlungsangebot der Gewerkschaft zurckgewiesen hatte. BA reagierte zunächst gelassen auf den Ausstand und erklärte, 70 Prozent der Passagiere mit gebuchten Flügen würden ihre Reise machen können.
London - Die Flugbegleiter der Fluggesellschaft British Airways (BA) haben am Montag einen fünftägigen Streik begonnen, nachdem die Geschäftsführung am Sonntagabend ein letztes Verhandlungsangebot der Gewerkschaft zurckgewiesen hatte. BA reagierte zunächst gelassen auf den Ausstand und erklärte, 70 Prozent der Passagiere mit gebuchten Flügen würden ihre Reise machen können.
Die Gewerkschaft Unite hatte am Sonntag erklärt, sie sei bereit, den ab Mitternacht (Ortszeit) geplanten Streik abzusagen. Bedingung sei, dass British Airways die Streichung der Reisevergünstigungen für Mitarbeiter zurücknehme, die sich an früheren Streiks beteiligt hatten.
Die Fluggesellschaft erklärte dazu, sie sei enttäuscht darüber, dass Gewerkschaftsführer Tony Woodley das Angebot über die Medien verbreitet habe. Überdies habe British Airways bereits zugesagt, die Reisevergünstigungen für das gesamte Kabinenpersonal wieder einzuführen, sofern die Gewerkschaft auf das letzte Verhandlungsangebot der Unternehmensführung eingehe.
Die BA-Geschäftsführung teilte mit, sie sei zur Fortsetzung der Verhandlungen bereit. Sie warf der zu Unite gehörenden Gewerkschaft der Flugbegleiter, BASSA, vor nicht ernsthaft für einen Kompromiss zur Beilegung des Konflikts zu verhandeln - und dass Woodley die Kontrolle über BASSA entglitten sei.
Die Gewerkschaft Unite vertritt etwa 90 Prozent der 12.000 Beschäftigten des Kabinenpersonals bei British Airways. Sie hat eine Serie von Arbeitsniederlegungen an insgesamt 15 Tagen angekündigt, der erste Ausstand soll am Montag um 01.00 Uhr MESZ beginnen und fünf Tage dauern. British Airways hat angekündigt, mehr als die Hälfte der Flüge ab London-Heathrow würden dennoch planmäßig starten. Trotzdem dürfte ein Streik tausende Fluggäste treffen.
BA hatte am Freitag einen Nettoverlust für das gesamte vergangene Jahr über 425 Millionen Pfund (488 Millionen Euro) berichtet. Das war das größte Minus seit Privatisierung der Fluggesellschaft 1987. (© AP)




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