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Sport zur Völkerverständigung

veröffentlicht am 15.05.2010


Sport ist Wettbewerb, kann aber auch friedensstiftender Botschafter sein. Das sagten DFB-Präsident Theo Zwanziger und die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), am Samstag in Berlin. «Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika sehe ich große Chancen, mit Sportprojekten Zeichen zu setzen und die friedensstiftende Botschaft des Sports zu verbreiten», sagte Pieper bei der Vorstellung der Initiative «Sport und Außenpolitik».

 

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Berlin - Sport ist Wettbewerb, kann aber auch friedensstiftender Botschafter sein. Das sagten DFB-Präsident Theo Zwanziger und die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), am Samstag in Berlin. «Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika sehe ich große Chancen, mit Sportprojekten Zeichen zu setzen und die friedensstiftende Botschaft des Sports zu verbreiten», sagte Pieper bei der Vorstellung der Initiative «Sport und Außenpolitik».


Ziel der Initiative sei es, Sport als Mittel der Krisenprävention und Völkerverständigung zu nutzen und dazu beizutragen, Vorurteile abzubauen, Minderheiten zu integrieren und Werte zu vermitteln. Seit 2007 hat sich das Budget für die Sportförderung des Auswärtigen Amtes auf rund fünf Millionen Euro pro Jahr verdoppelt. Rund 70 Prozent der Mittel werden für Vorhaben in Afrika ausgegeben, unter anderem für Fußballprojekte in Südafrika, Ruanda, Burkina Faso, Madagaskar und Namibia sowie Leichtathletikprojekte in Tansania und Uganda.


Auch im Austragungsland der diesjährigen Fußball-WM sei Völkerverständigung noch nötig. Der Fußball habe in Südafrika eine große Bedeutung, «besonders bei den Schwarzen», sagte Reiner Zobel, der seit vergangenem Jahr die «Moroka Swallows» in Johannesburg trainiert. «Es ist leider so, dass der Fußball nach der Apartheid in die schwarze Ecke geschoben worden ist.» Rugby sei der weiße und Fußball der schwarze Sport. «Ich hoffe, die WM trägt dazu bei, dass sich das endlich ändert», sagte Zobel. «Denn eigentlich denke ich, dass Fußball für alle da ist.»


Des Weiteren soll die Initiative dazu beitragen, den Zusammenhang der Sportförderung mit außenpolitischen Zielen wie Konfliktprävention und Stärkung der Menschenrechte deutlich zu machen. Als Beispiel verwies Zwanziger auf Projekte in Israel und Palästina. Dabei versuche man den Kindern zu vermitteln, miteinander zu spielen. «Ihr seid doch alle Kinder, ihr wollt doch alle mit dem Ball spielen. Jetzt vergesst doch mal das andere, was man euch einimpft, was möglicherweise trennend sein könnte», beschrieb der DFB-Präsident das Konzept.


Seit 1961 ist die internationale Sportförderung Bestandteil der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Mit Partnern wie dem Deutschen Fußball-Bund, dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Deutschen Leichtathletikverband hat das Auswärtige Amt in den vergangenen 50 Jahren 1.300 Projekte in mehr als 100 Ländern umgesetzt.  (© AP)



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