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Bundeswehrführung in der Schusslinie

veröffentlicht am 22.04.2010


Der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, hat die Führung der Bundeswehr im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz scharf kritisiert. «Ich mache der militärischen Spitze zum Vorwurf, dass sie etliche Probleme beschönigt hat», sagte Robbe laut Vorabmeldung des Hamburger Magazins «stern» vom Mittwoch. Der SPD-Politiker machte auch die militärische Führung dafür verantwortlich, dass der Einsatz in Afghanistan von der Politik harmloser dargestellt wird als er sei.

 

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Berlin - Der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe, hat die Führung der Bundeswehr im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz scharf kritisiert. «Ich mache der militärischen Spitze zum Vorwurf, dass sie etliche Probleme beschönigt hat», sagte Robbe laut Vorabmeldung des Hamburger Magazins «stern» vom Mittwoch. Der SPD-Politiker machte auch die militärische Führung dafür verantwortlich, dass der Einsatz in Afghanistan von der Politik harmloser dargestellt wird als er sei.


«Sie hätte sich entschieden zur Wehr setzen müssen. Wer goldene Sterne links und rechts trägt, der muss auch mal den Mund aufmachen können», sagte Robbe, der sein Amt am 11. Mai an den FDP-Politiker Hellmut Königshaus übergibt.


Auch bei der öffentlichen Trauer um gefallene Soldaten gab es laut Robbe lange Defizite in Deutschland. «Bis vor gerade mal einem Jahr gab es nicht einmal eine verbindliche Regelung darüber, wie Deutschland mit der Trauer um die toten Soldaten umgehen sollte», beklagte er. Er kriege «heute noch eine Gänsehaut, wenn ich an diese geradezu gespenstische Szenerie denke», sagte Robbe über die Zeit, als gefallene Soldaten noch in einem leer geräumten Hangar auf dem Kölner Flughafen unter Trommelwirbel über Hunderte Meter rein- und rausgetragen wurden.  (© AP)



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