Umweltbundesamt gegen weiteren Ausbau des Straßennetzes
veröffentlicht am 19.04.2010

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, hat einen größeren Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz gefordert. Nötig sei eine Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene, sagte Flasbarth der «Berliner Zeitung» zufolge. Dazu bedürfe es eines massiven Ausbaus der Bahn-Infrastruktur auf Kosten des Autoverkehrs.
Berlin - Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, hat einen größeren Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz gefordert. Nötig sei eine Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene, sagte Flasbarth der «Berliner Zeitung» zufolge. Dazu bedürfe es eines massiven Ausbaus der Bahn-Infrastruktur auf Kosten des Autoverkehrs. «Wir müssen wegkommen vom weiteren Straßenausbau», sagte der UBA-Chef.
Kurzfristig schlug Flasbarth eine Ausweitung der Lkw-Maut von Autobahnen auf Bundes- und Landstraßen und eine vollständige Ausrichtung der Kfz-Steuer am Kohlendioxid-Ausstoß vor. Dagegen seien Elektrofahrzeuge keine kurzfristige Lösung im Kampf gegen den Treibhauseffekt. «Die allermeisten Autos fahren auch 2020 noch mit fossilem Treibstoff, da müssen wir einsparen», sagte er. (© AP)
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