UFO wartet auf konkretes Lufthansa-Angebot
veröffentlicht am 12.04.2010

Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Lufthansa AG und der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) kommen nicht so schnell voran wie von den Kabinenbeschäftigten gewünscht. "Wir warten immer noch auf ein konkretes Verhandlungsangebot der Airline", sagte UFO-Verhandlungsführer Joachim Müller am Montag Dow Jones Newswires auf Anfrage. Erst wenn dieses vorliege, will die Gewerkschaft einen weiteren Gesprächstermin vereinbaren.
Frankfurt - Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Lufthansa AG und der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) kommen nicht so schnell voran wie von den Kabinenbeschäftigten gewünscht. "Wir warten immer noch auf ein konkretes Verhandlungsangebot der Airline", sagte UFO-Verhandlungsführer Joachim Müller am Montag Dow Jones Newswires auf Anfrage. Erst wenn dieses vorliege, will die Gewerkschaft einen weiteren Gesprächstermin vereinbaren.
Müller bezeichnete den bisherigen Verlauf der Verhandlungen als unbefriedigend. Lufthansa habe bisher auf die Forderungen der Gewerkschaft nicht konkret reagiert, sondern immer nur gesagt, was schwierig sei und was alles bedacht werden müsste. "Das kostet nur Zeit", sagte Müller. Aus diesem Grund müsse nun endlich ein konkretes Angebot auf den Tisch. "Die nächste Verhandlungsrunde muss wegweisend sein", forderte er.
UFO setzt auf eine Lösung der offenen Punkte am Verhandlungstisch. "Ich hoffe sehr darauf", sagte Müller. Einen Arbeitskampf mit Streiks will er vermeiden. Deutschlands größte Airline mit Sitz in München verbreitete am Montag Hoffnung. "Es ist durchaus im Rahmen des Möglichen, dass in der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt wird", sagte Sprecherin Claudia Lange Dow Jones Newswires auf Anfrage. Die Forderungen der Kabinengewerkschaft seien aber so komplex, dass eine gewisse Zeit notwendig sei, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter wollen sich Lange zufolge zu Beginn dieser Woche über das weitere Vorgehen verständigen. Die Gewerkschaft hatte den Mantel- und den Vergütungstarifvertrag zum 28. Februar 2010 gekündigt. Sie fordert von Lufthansa eine gerechtere Verteilung von Arbeit und Bezahlung und eine Entlastung der Beschäftigten. (© Dow Jones)




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