Ausbildungsmängel bei gefallenen Soldaten?
veröffentlicht am 06.04.2010

Nach den jüngsten Todesfällen bei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan hat der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe Mängel bei deren Ausbildung kritisiert. «Ich habe die Fallschirmjäger in Seedorf anlässlich ihrer Verabschiedung in den Afghanistan-Einsatz besucht», sagte Robbe der «Bild»-Zeitung. «Die Soldaten haben mich darauf hingewiesen, dass es Defizite bei der Ausbildung gibt.» Diese Defizite habe er sogar bei der Vorstellung seines Jahresberichts Mitte März angesprochen.
Berlin - Nach den jüngsten Todesfällen bei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan hat der scheidende Wehrbeauftragte Reinhold Robbe Mängel bei deren Ausbildung kritisiert. «Ich habe die Fallschirmjäger in Seedorf anlässlich ihrer Verabschiedung in den Afghanistan-Einsatz besucht», sagte Robbe der «Bild»-Zeitung. «Die Soldaten haben mich darauf hingewiesen, dass es Defizite bei der Ausbildung gibt.» Diese Defizite habe er sogar bei der Vorstellung seines Jahresberichts Mitte März angesprochen.
Robbe sagte, die von dem Vorfall betroffenen Fallschirmjäger aus Seedorf hätten in der Ausbildung nicht genügend Fahrzeuge der Typen «Dingo» und Fennek» gehabt. Deswegen hätten sie wichtige Gefechtssituationen nicht ausreichend trainieren können. «Die Soldaten müssen eigentlich mit ihren Fahrzeugen drillmäßig das Verhalten im Gefecht üben, insbesondere das Auf- und Absitzen», sagte er. Bei dem schweren Gefecht am Karfreitag kam es demnach genau zu einer solchen Situation, in der Bundeswehrsoldaten unter Beschuss ihre Fahrzeuge vom Typ «Dingo» verlassen mussten. (© AP)
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