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Afghanistan-Krieg: Karsai wirbt um Unterstützung für Großoffensive in Kandahar

veröffentlicht am 05.04.2010


Bei einer NATO-Militäroperation im Osten Afghanistans sind in der Nacht zum Montag zehn Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich gegen ein mutmaßliches Taliban-Versteck in der an Pakistan angrenzenden Provinz Nangrahar gerichtet, teilte die NATO-Schutztruppe ISAF mit. An dem Militäreinsatz seien auch afghanische Soldaten beteiligt gewesen.

 

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Kabul - Bei einer NATO-Militäroperation im Osten Afghanistans sind in der Nacht zum Montag zehn Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich gegen ein mutmaßliches Taliban-Versteck in der an Pakistan angrenzenden Provinz Nangrahar gerichtet, teilte die NATO-Schutztruppe ISAF mit. An dem Militäreinsatz seien auch afghanische Soldaten beteiligt gewesen. Bei allen Todesopfern handele es sich um Aufständische.


Kurz zuvor hatte die ISAF eingeräumt, bei einem Militäreinsatz Mitte Februar seien versehentlich fünf Zivilisten erschossen worden. Eine Patrouille internationaler und afghanischer Soldaten eröffnete demnach in Gardes südlich von Kabul das Feuer auf zwei Männer, die die Soldaten fälschlicherweise für Aufständische hielten. Dabei seien versehentlich auch drei Frauen getötet worden.


Der afghanische Präsident Hamid Karsai erklärte am Sonntag vor Vertretern der Stadt Kandahar, die geplante Militäroffensive in der gleichnamigen Provinz werde nur mit Unterstützung der Bevölkerung durchgeführt werden. «Es wird keine Militäroperation ohne eure Kooperation geben», sagte Karsai bei einem Treffen mit Stammesführern und Gemeindevertretern, an dem auch ISAF-Kommandeur Stanley McChrystal teilnahm. Die NATO plant in Kandahar eine Großoffensive gegen die Taliban, die voraussichtlich im Juni starten soll.


Eine afghanische Politikerin ist am Montag auf offener Straße angeschossen und schwer verletzt worden. Nida Chiani, eine Abgeordnete des Regionalparlaments in der Provinz Baghlan, sei aus einem fahrenden Auto heraus beschossen und von zwei Kugeln getroffen worden, teilte die oberste Gesundheitsbehörde von Baghlan mit. Der Angriff habe sich in der Provinzhauptstadt Pul-i Kumri ereignet.  (© AP)



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