Wirtschaftskrise bremst Geschäftsreisen
veröffentlicht am 04.06.2009

Auf geschäftliche Reisen und Veranstaltungen spezialisierte Hotels, Restaurants und Caterer bekommen die Wirtschaftskrise in aller Härte zu spüren: Über die Hälfte der deutschen Hoteliers haben im Winterhalbjahr (Oktober 2008 bis März 2009) weniger umgesetzt als im Vorjahr, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) am Donnerstag in Berlin berichtete. Dies sei ein Umsatzeinbruch von 20 Prozent. Zwei Drittel der Unternehmen verzeichneten zudem geringere Gewinne.
Berlin - Auf geschäftliche Reisen und Veranstaltungen spezialisierte Hotels, Restaurants und Caterer bekommen die Wirtschaftskrise in aller Härte zu spüren: Über die Hälfte der deutschen Hoteliers haben im Winterhalbjahr (Oktober 2008 bis März 2009) weniger umgesetzt als im Vorjahr, wie der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) am Donnerstag in Berlin berichtete. Dies sei ein Umsatzeinbruch von 20 Prozent. Zwei Drittel der Unternehmen verzeichneten zudem geringere Gewinne.
Als Hoffnungsträger bezeichnete DEHOGA-Präsident Ernst Fischer dagegen den Ferien- und Ausflugstourismus. «Wir stellen einen Trend zum erdgebundenen Reisen fest», sagte er in einer Mitteilung des Verbandes. Aber selbst eine gute Feriensaison werde den Einbruch im Business-Segment nicht vollständig wettmachen können. Als krisenresistent erwiesen sich Fischer zufolge auch Schnellrestaurants und Pizzalieferdienste.
Das erste Quartal 2009 mit einem Umsatzminus von real 6,9 Prozent sei für das Gastgewerbe das schlechteste Vierteljahr seit 2003 gewesen. Es gebe keine Anzeichen für eine Besserung im laufenden Jahr. Mehr als jedes zweite Unternehmen erwarte auch im Sommer schlechtere Umsätze als im Vorjahr. «Rutschen die Erlöse weiter in den Keller, stehen 100.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel,» sagte Fischer. Nach seiner Darstellung denken drei Prozent der Gastronomen und vier Prozent der Hoteliers bereits an eine Geschäftsaufgabe.
Nachdrücklich forderte der DEHOGA-Präsident eine Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotels und Gastronomie. In 20 der 27 EU-Staaten gebe es einen Satz zwischen drei und zehn Prozent für Hotels. In elf EU-Staaten gebe es reduzierte Sätze für Restaurants. Nur die Bundesregierung weigere sich, klagte Fischer. Ein Satz von sieben Prozent würde nicht nur Wettbewerbsnachteile beseitigen, sondern auch eine «riesige Investitionswelle» auslösen. (© AP)




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