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Kundus-Affäre: Kanzlerin droht Vorladung vor den Untersuchungsausschuss

veröffentlicht am 27.03.2010


SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, ihre Verantwortung bei der Aufklärung der Kundus-Affäre nicht wahrgenommen zu haben. Auch im Kanzleramt seien wenige Stunden nach dem Luftschlag in Afghanistan am 4. September Informationen über zivile Opfer angekommen, sagte Oppermann der «Neuen Osnabrücker Zeitung» zufolge.

 

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Frankfurt/Main - SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, ihre Verantwortung bei der Aufklärung der Kundus-Affäre nicht wahrgenommen zu haben. Auch im Kanzleramt seien wenige Stunden nach dem Luftschlag in Afghanistan am 4. September Informationen über zivile Opfer angekommen, sagte Oppermann der «Neuen Osnabrücker Zeitung» zufolge.


«Nach dem größten Angriff deutscher Soldaten seit dem Zweiten Weltkrieg hätte sich die Kanzlerin natürlich sofort kümmern müssen», kritisierte er. Zur Klärung der Frage, ob und wie viele Zivilpersonen verletzt oder getötet worden seien, habe das Kanzleramt alle Möglichkeiten.


Die SPD will Merkel im Kundus-Untersuchungsausschuss vorladen lassen, wie SPD-Obmann Rainer Arnold der «Bild»-zeitung sagte. «Es gibt Fragen, die letztlich nur die Kanzlerin beantworten kann», erklärte er. Hintergrund, so berichtete die Zeitung, sei eine E-Mail, wonach das Kanzleramt bereits am Morgen des 4. Septembers über zivile Opfer informiert worden sein soll.  (© AP)



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