Sarkozy bleibt seinen Reformen treu
veröffentlicht am 24.03.2010

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy will trotz der Niederlage seiner Regierungspartei UMP bei den Regionalwahlen die geplanten Reformen vorantreiben. In seiner ersten öffentlichen Äußerung seit der Wahl räumte Sarkozy am Mittwoch eine herbe Schlappe ein. An dem Reformprogramm werde er aber unbeirrt festhalten.
Paris - Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy will trotz der Niederlage seiner Regierungspartei UMP bei den Regionalwahlen die geplanten Reformen vorantreiben. In seiner ersten öffentlichen Äußerung seit der Wahl räumte Sarkozy am Mittwoch eine herbe Schlappe ein. An dem Reformprogramm werde er aber unbeirrt festhalten. «Jetzt aufzuhören würde unsere Erfolge zerstören», sagte der Präsident.
Nach der ersten Sitzung des umgebildeten Kabinetts kündigte Sarkozy an, an der Umgestaltung der Pensionskassen festzuhalten. Die Wirtschaftskrise habe die Auswirkungen der Reformen seiner Regierung verschleiert, erklärte der Präsident. Zugleich zeigte er Verständnis für die Ängste in der Bevölkerung: «Sie haben häufig das Gefühl, dass diese Reformen Ihr tägliches Leben nicht geändert haben.» Er verstehe die Ungeduld und schulde den Menschen eine Antwort, sagte Sarkozy. Als Präsident müsse er aber für Stabilität und Kontinuität sorgen.
Die Agrar-Subventionen werde er verteidigen und dafür auch Streit mit den Partnern in der EU in Kauf nehmen, erklärte Sarkozy weiter. «Ich werde unsere Landwirtschaft nicht sterben lassen», sagte er.
Bei den Regionalwahlen am Sonntag hatte die Sozialistische Partei (PS) in 21 der 22 Regionen auf dem Festland die Mehrheit errungen. Sarkozy bildete daraufhin sein Kabinett um. (© AP)




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